Challenge League

Der FC Aarau muss zum Saisonstart auf Captain Sandro Burki verzichten

FCA-Captain Sandro Burki verpasst den Start in die neue Saison verletzungshalber

FCA-Captain Sandro Burki verpasst den Start in die neue Saison verletzungshalber

Ausgerechnet in der Vorbereitung zu seiner vermutlich letzten Saison erleidet der Aarauer Mittelfeldstratege erneut eine Bänderverletzung am Fuss. Im besten Fall kehrt Sandro Burki für das dritte Saisonspiel ins Team zurück.

Welch bittere Pille für Sandro Burki, für den FC Aarau. Der 31-Jährige verletzt sich in der Saisonvorbereitung erneut am rechten Fuss und fällt mindestens für die Challenge-League-Auftaktpartie in Neuenburg und das Heimspiel gegen Wil aus. Im besten Fall kehrt der Teamleader für das Drittrunden-Spiel in Winterthur auf den Platz zurück.

Burki hatte sich bereits im dramatischen Cup-Viertelfinal gegen Luzern (3:5) am rechten Fuss verletzt. Damals war der Grund für den doppelten Bänderriss ein brutales Foul von Luzerns Innenverteidiger Ricardo Costa.

«Wegschauen, wenn Sie einen empfindlichen Magen haben»: Das Foul von Ricardo Costa an Sandro Burki.

Das brutale Foul von Luzerns Ricardo Costa an FCA-Captain Sandro Burki im Cup-Viertelfinal 2016/17

Verletzung ohne Fremdeinwirkung

Nun aber verletzt sich der FCA-Captain ohne Fremdeinwirkung. Im Training knickt er mit dem rechten Fuss um, die Bänder halten der Belastung nicht stand. «Es ist schwierig zu sagen, was erneut ist und was neu kaputt gegangen ist», sagt Burki. Klar scheint aber: Wie schon im März dieses Jahres wird der verletzte Fuss wieder konservativ, also nicht operativ, behandelt.

Burki ist unterdessen schmerzfrei und hofft, nächste Woche ins Mannschaftstraining einzusteigen. «Ich bin zuversichtlich, dass ich nicht so lange ausfallen werde wie im Frühling», sagt Burki. Damals fiel er eineinhalb Monate aus, musste aber schon kurz nach dem Comeback wieder pausieren. Burki sagt: «Wahrscheinlich bin ich das letzte Mal zu früh wieder eingestiegen und habe deshalb die Verletzung mit mir mitgeschleppt.»

Der FCA braucht seinen Captain

Die Episode mit der forcierten Rückkehr sagt einiges aus über Burki und seinen Wert für den Klub. Im Frühling war der FC Aarau in der Negativspirale gefangen. Die Baisse wurde auch mit Burkis Fehlen begründet. Nicht zu Unrecht. Schliesslich setzte es ohne den Captain in der Startaufstellung in acht Partien sieben Niederlagen ab. Kurz: Der FC Aarau brauchte Burki dringend. Und Burki selbst wollte nicht tatenlos zusehen, wie das Team vom Sumpf verschluckt wird.

Auch wenn durch den Zuzug von Michael Siegfried einiges abgefedert werden kann, braucht der FC Aarau noch immer seinen Captain und Taktgeber. Nicht allein seiner fussballerischen Fähigkeiten wegen. Allein schon mit seiner Präsenz, seinem taktischen Verständnis, seiner Routine und Ausstrahlung macht er nicht nur den FCA, sondern auch seine Mitspieler besser.  

Zusätzlich bitter ist die erneute Fussverletzung für Burki, weil er nach dieser Saison vermutlich zurücktreten wird. Noch ist es zwar nicht definitiv. Noch hat er mit der Klubführung keine abschliessenden Gespräche geführt. Aber der U17-Europameister (seit 2006 beim FCA) selbst geht davon aus, dass die 17. Profisaison seine letzte sein wird.

Autor

François Schmid-Bechtel

François Schmid-Bechtel

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