Schweizer Cup
Der FC Aarau kommt gegen Zweiligisten locker eine Runde weiter

Der FC Aarau besiegt den 2.-Ligisten Amicitia Riehen 8:0. Der 2.-Ligist zog sich von Beginn an ins Schneckenhaus zurück und beschränkte sich voll und ganz auf Schadensbegrenzung. Es war das falsche Rezept.

Ruedi Kuhn
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Jubelte auch in Reinach: Der FC Aarau

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Alexander Wagner

Amicitia kommt aus dem Lateinischen und heisst Freundschaft. Amicitia Riehen hat zweifellos den richtigen Namen. Für den regionalen Basler Grossverein schien der kleine Cupknüller gegen den FC Aarau nicht mehr als ein Freundschaftsspiel zu sein. Der ersatzgeschwächte Aussenseiter musste mit drei A-Junioren antreten und glaubte zu keinem Zeitpunkt an seine Chance.

Der 2.-Ligist zog sich von Beginn an ins Schneckenhaus zurück und beschränkte sich voll und ganz auf Schadensbegrenzung. Dennoch lag die Mannschaft von Trainer Marco Chiarelli bereits zur Pause mit 0:5 in Rückstand. Die Aarauer Remo Staubli, Marco Aratore, Michael Ludäscher, David Marazzi und Artur Ionita sorgten schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse.

Nach dem Wechsel spulte der haushohe Favorit sein Programm leicht und locker herunter und erhöhte das Skore gegen den völlig überforderten Kontrahenten noch auf 8:0. Joker Dejan Jakovljevic mit einem Doppelschlag und erneut Staubli schossen die Tore. Nach dem Schlusspfiff sprach Trainer René Weiler von einem standesgemässen Erfolg und sagte: «Wir haben gegen Riehen schlicht und einfach die Pflicht erfüllt und sind eine Runde weiter gekommen. Der Sieg geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung.»

Die Aussage Weilers wurde von Amicitia-Coach Chiarelli bestätigt. «Der Klassenunterschied war frappant», sagte er. «Die Aarauer waren uns läuferisch und technisch klar überlegen. Für mein junges Team war diese Partie aber eine wertvolle Erfahrung.»

Zurück zum FC Aarau: Dass sich die Fans mit dem klaren Erfolg gegen Amicitia Riehen nicht zufriedengeben ist klar. Sie wollen mehr. Ihr Transparent mit der Aufschrift «Mission Cupfinal» spricht Bände. Fürs Erste steht am nächsten Samstag aber die Meisterschaftspartie bei Etoile Carouge auf dem Programm. Mit Alain Schultz und Moustapha Dabo sind gegen die Genfer gleich zwei wichtige Offensivspieler gesperrt. Mal schauen, wen Trainer Weiler im Sturm aus dem Hut zaubert. Setzt er wie gegen Riehen auf Staubli?

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