Denis Simani sei Dank: Das Tor des Vaduz-Verteidigers in der Nachspielzeit zum 2:2 gegen Chiasso verhinderte den Absturz des FC Aarau auf den zehnten und letzten Tabellenrang. Trotzdem ging der Saisonstart mit nur vier Punkten aus fünf Spielen gründlich in die Hose - zuletzt kassierte der FCA eine heftige 1:5-Klatsche beim Aufstiegsfavoriten Lausanne. Drei Erkenntnisse nach dem Untergang auf der Pontaise:

Erkenntnis 1: 2,6 Gegentore pro Spiel sind eines selbsternannten Favoritenschrecks nicht würdig

13 Gegentore in 5 Spielen: Das macht pro Spiel exakt 2,6 Tore: Das ist zu viel. Sowohl beim 2:4 in Chiasso als auch beim 1:5 in Lausanne liess das Abwehrverhalten des FC Aarau viele Wünsche offen. Der Grund liegt auf der Hand: Die Abgänge von Abwehrchef Nicolas Bürgy und Linksverteidiger Linus Obexer wiegen schwer. Die zwei Teamstützen wurden nicht ersetzt. Es fehlt an Qualität. Das spürte man zuletzt deutlich. Die Verteidigung ist momentan zweifellos das grösste Sorgenkind des FC Aarau.

Erkenntnis 2: Die Routiniers tauchen ab

Mit Elsad Zverotic, Markus Neumayr, Marco Schneuwly und Patrick Rossini enttäuschten beim 1:5 gegen Lausanne vor allem die erfahrenen Spieler des FC Aarau. Man darf gespannt sein, ob die Routiniers im wegweisenden Heimspiel gegen den FC Wil am nächsten Samstag, 19 Uhr, zu einer Reaktion fähig sind. Oder wird sogar einer auf die Ersatzbank verbannt?

Erkenntnis 3: Lichtblick Kevin Spadanuda

Einen Lichtblick gab es in Lausanne. Kevin Spadanuda schoss kurz nach seiner Einwechslung den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 4:1. Der 22-jährige Flügelstürmer ist ein Versprechen für die Zukunft. Nach einer knapp zweimonatigen Verletzungspause ist er wieder fit und wäre bereit für einen Einsatz von Beginn an. Mal schauen, ob Spadanuda schon im Spiel gegen Wil mit dabei ist. Und was ist mit dem aufstrebenden, erst 17-jährigen Yvan Alounga?