Warum ist das Verhältnis zwischen den Aarauern und den Wohlern seit kurzer Zeit ziemlich entspannt, locker, ja sogar freundschaftlich? Was ist passiert, dass die Zeit der Sticheleien und Giftpfeile vorbei ist? Warum läuft die Versöhnungstour zwischen den beiden Aargauer Challenge Ligisten auf Hochtouren?

Ein Grund für die positive Entwicklung ist zweifellos Sandro Burki. Der neue Sportchef des FC Aarau trägt mit seiner ruhigen, sachlichen und vor allem respektvollen Art dazu bei, dass man sich zumindest mit Anstand begegnet.

Sinnbildlich für das gute Verhältnis zwischen der Nummer eins und der Nummer zwei im Aargauer Fussball ist auch eine nette Geschichte zwischen einem Alphatier des FC Aarau und einem Alphatier des FC Wohlen.

Konstruktive Gespräche waren nicht möglich

Bis vor kurzer Zeit hatten Aaraus Vizepräsident Roger Geissberger und Wohlens Ehrenpräsident René Meier das Heu nicht auf der gleichen Bühne. Konstruktive Gespräche waren nicht möglich. Man ging sich aus dem Weg. Das hat sich geändert. Die Beziehung zwischen den beiden Führungskräften ist inzwischen so entspannt, dass sie sich in ihrer Freizeit treffen werden.

«Ich habe René in mein Hotel in Bellwald eingeladen», bestätigt Geissberger. «Wir werden uns im Verlauf dieses Winters verabreden und uns in ungezwungener Atmosphäre unterhalten.»

Wer weiss? Vielleicht ist die Zusammenkunft von Geissberger und Meier wegweisend für die Zukunft des FC Aarau und des FC Wohlen. Womöglich rücken die beiden Challenge Ligisten ausgerechnet in sportlichen Krisenzeiten näher zusammen.

Bei so viel Sympathiekundgebungen neben dem Spielfeld stellt sich die Frage: Werden da fernab vom Schuss und inmitten der Walliser Bergwelt an der Bar oder im Wellnessbereich von Geissbergers Hotel etwa gar die Weichen für eine Fusion gestellt?