Fussball
Der FC Aarau im Hoch: Torlawine, Rekordkulisse und ein pikantes Detail um Marco Schneuwly

Der FC Aarau bleibt nach dem 4:0-Sieg in Wil im Barrage-Rennen. Jetzt folgen die wegweisenden Spiele in Genf gegen Servette und das Heimspiel gegen Lausanne. Die drei wichtigsten Erkenntnisse vor dem Schlussspurt in der Challenge League.

Ruedi Kuhn
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Trifft, wenn Maierhofer fehlt: Marco Schneuwly.

Trifft, wenn Maierhofer fehlt: Marco Schneuwly.

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Sechs Runden vor Schluss herrscht in der Challenge League Hochspannung. Servette steht zwar als Aufsteiger mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fest. Aber das Direktduell um den Barrage-Platz zwischen Lausanne und dem FC Aarau ist ein Nervenkitzel. Die Waadtländer haben fünf Punkte Vorsprung, stehen aber mit dem Heimspiel gegen Winterthur und dem Gastspiel in Aarau vor schwierigen Aufgaben.

Drei Erkenntnisse aus Sicht des FC Aarau nach dem 4:0 in Wil, dem höchsten Auswärtssieg in dieser Saison.

Ein pikantes Detail um Marco Schneuwly. Das frühe Tor zum 1:0 von Marco Schneuwly war wegweisend für den 4:0-Sieg gegen Wil. Es ist allerdings erst der dritte Saisontreffer des früheren Goalgetters. Interessant, ja pikant: Bei den drei Toren von Schneuwly im Heimspiel gegen Wil am 1. Februar (3:1), im Auswärtsspiel gegen Wil am 22. April (4:0) und im Heimspiel gegen Vaduz am 7. Dezember (3:1) sass Maierhofer zweimal auf der Ersatzbank und war einmal wegen eines schliesslich geplatzten Transfers zu einem Klub im arabischen Raum nicht im 18-Mann-Aufgebot. Schneuwly trifft bis jetzt also nur, wenn Maierhofer nicht spielt. Zufall oder nicht? Schwierig zu sagen. Interessant, ja pikant ist dieses Detail allemal.

Trifft, wenn Maierhofer fehlt: Marco Schneuwly.

Trifft, wenn Maierhofer fehlt: Marco Schneuwly.

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Die Torlawine. 53 Tore hat der FC Aarau in den bisherigen 30 Spielen der Challenge League schon erzielt. Das sind zwei Treffer mehr als Lausanne und damit der zweitbeste Wert der Liga. Servette hat schon 70 Tore erzielt. Im Gegensatz dazu hat Aarau allerdings bereits 43 Tore kassiert. Das sind für einen Anwärter auf den Barrage-Platz zu viele Gegentreffer. Lausanne beispielsweise hat nur 28 Tore kassiert.

Der Zuschauerrekord in Wil. 1860 Zuschauer sahen in der IPG Arena das Spiel FC Wil – FC Aarau. Das ist Saisonrekord. Für den aus Wiler Sicht Grossaufmarsch von Zuschauern gibt es vor allem zwei Gründe: Einerseits kam es zum spannenden Trainerduell Ciriaco Sforza (Wil) und Patrick Rahmen (Aarau). Anderseits wusste man in Wil wohl ganz genau, dass die Aarauer attraktiven Fussball zeigen. Den Fans der Ostschweizer war wohl klar: So schnell kommen wir nicht mehr in den Genuss von so vielen (Gegen)-Toren...​

FC Wil - FC Aarau (22.4.19)
12 Bilder
Unter Trainern: Ciriaco Sforza beglückwünscht Patrick Rahmen nach dem Spiel.
Schnell und schneller: Gezim Pepsi (r.) und Ajet Sejdija (l.) duellieren sich die Hoheit über den Ball.
Magnus Breitenmoser (l.) kann Elsad Zverotic (r.) den Ball nicht streitig machen.
Goran Karanovic (l.) und Varol Tasar (r.) bejubeln das vierte und letzte Tor des Tages.
Die Aarauer Spieler bedanken sich bei den mitgereisten Fans.
Varol Tasar gratuliert Olivier Jäckle zum versenkten Penalty.
Raoul Giger (r.) ist ein bisschen schneller als Silvano Schaeppi (l.).
Raoul Giger (l.) versucht Nick von Niederhäusern (r.) den Ball wegzuschnappen.
Markus Neumayer (l.) verfolgt Wils Sandro Lombardi.
Goran Karanovic und Torschütze Varol Tasar feiern das zweite Tor des FC Aarau.
Schönes Wetter in Wil: die Spieler stellen sich vor der Bergholz-Tribüne auf.

FC Wil - FC Aarau (22.4.19)

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