FC Aarau

Der FC Aarau gastiert beim Aufsteiger: Drei Fragezeichen vor dem Spiel gegen Stade Lausanne-Ouchy

Im Hinspiel musste sich der FC Aarau gegen Lausanne-Ouchy mit einem 1:1 begnügen.

Im Hinspiel musste sich der FC Aarau gegen Lausanne-Ouchy mit einem 1:1 begnügen.

Der FC Aarau bekleckerte sich bei den letzten beiden Liga-Spielen (1:3 gegen Lausanne, 0:3 gegen Wil) wahrlich nicht mit Ruhm. Umso wichtiger, dass die Aarauer nun gegen den Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy eine Reaktion zeigen. Im Vorfeld der Partie stellen sich drei brennende Fragen.

1. Serey Dié kehrt zurück – mit ihm auch die Ordnung? 

Nach seinem Platzverweis gegen Lausanne kehrt Serey Dié wohl zurück in die Startformation von Patrick Rahmen. Seine Absenz war beim katastrophalen Auswärtsspiel in Wil deutlich erkennbar. Zu emotionslos, defensiv labil und im Spielaufbau ideenlos war der letzte Auftritt der Aarauer. Serey Dié ist zweifellos ein Spieler, der den FCA in allen drei Punkten besser machen kann, und dies mit grosser Sicherheit gegen einen Gegner wie Lausanne-Ouchy auch tun wird. 

Serey Dié wurde gegen Lausanne vom Platz gestellt.

Serey Dié wurde gegen Lausanne vom Platz gestellt.

Doch die Akte Serey Dié bringt auch ein grosses Fragezeichen mit sich. Sein letzter Auftritt gegen Lausanne wirkte teilweise lustlos und auch in den anderen Partien war der defensive Mittelfeldspieler nicht immer über alle Zweifel erhaben. Wenn man nach seinen ersten fünf Partien im Aarau-Dress eine erste Zwischenbilanz zieht, dann wurde der Ivorer seinen (sehr hohen) Erwartungen bisher noch nicht gerecht.

Gegen Kriens spielte Serey Dié bisher seine beste Partie im Aarauer Dress.

Gegen Kriens spielte Serey Dié bisher seine beste Partie im Aarauer Dress.

Dass der Aarauer Königstransfer allerdings auch glänzen kann, hat Serey Dié gegen Kriens deutlich gezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass das Spiel gegen Lausanne nur ein kleiner Ausrutscher bleibt und er dort anknüpfen kann, wo er zuletzt im Kanton Luzern aufgehört hat. 

2. Welches Gesicht zeigt Lausanne-Ouchy?

Stade Lausanne-Ouchy ist wahrlich kein bequemer Gegner. Im Gegenteil. Der Aufsteiger überraschte mit Siegen gegen Schaffhausen, Lausanne, Kriens und Chiasso und konnte nebenbei auch Vaduz und Aarau einen Punkt abknüpfen. Und dies mit einem Kader, das kaum prominente Namen enthält. 

Der FCA kam im Heimspiel gegen Lausanne-Ouchy nicht über 1:1 hinaus.

Der FCA kam im Heimspiel gegen Lausanne-Ouchy nicht über 1:1 hinaus.

Doch das Team von Andrea Binotto ist nach dem anfänglichen Höhenflug auf dem Boden der Tatsachen gelandet. In der Liga verloren die Westschweizer zuletzt gegen Vaduz, Wil und Lausanne und kassierten dabei 11 Gegentore (5 davon gegen Lausanne). 

Selbstvertrauen dürfte dagegen das Cup-Spiel gegen den FC Basel am vergangenen Mittwoch gegeben haben, bei dem sich Lausanne-Ouchy gegen ein schwächelndes Basel als hartnäckiger Gegner erwies und bis zur 92. Minute von einer Sensation träumen durfte. 

Erst in der 92. Minute konnte der FC Basel das Cup-Spiel gegen Lausanne-Ouchy entscheiden.

Erst in der 92. Minute konnte der FC Basel das Cup-Spiel gegen Lausanne-Ouchy entscheiden.

Man darf also gespannt sein, welches Gesicht der Liga-Neuling gegen den FC Aarau präsentieren wird. Der letzte Auftritt hat auf jeden Fall gezeigt, dass die Lausanner immer gut für eine Überraschung sind. 

3. Welche Rollen bekommen die Routiniers? 

Viel Kritik ernteten zuletzt einige Ü30-Spieler im Kader des FC Aarau. Vor allem Stefan Maierhofer, Markus Neumayr und Marco Schneuwly konnten in dieser Spielzeit noch nicht überzeugen.

Über den Fall Maierhofer muss sich Patrick Rahmen zumindest in den nächsten zwei Wochen den Kopf nicht zerbrechen. Der Stürmer wurde nach seinem Facebook-Post «No Major No Party» für die nächsten beiden Partien gesperrt (wir berichteten). «Die Sperre soll zum Nachdenken über sein Handeln animieren, danach ist er wieder normaler Teil der Mannschaft und kann sich im Training für einen Einsatz in der Liga aufdrängen», erklärt Rahmen. 

Suspendiert: Maierhofer muss wegen einem kritischen Facebook-Post für die nächsten zwei Partien auf die Tribüne.

Suspendiert: Maierhofer muss wegen einem kritischen Facebook-Post für die nächsten zwei Partien auf die Tribüne.

Markus Neumayr blieb bisher ebenfalls unter den Erwartungen. Der 33-jährige Mittelfeldspieler lässt seine technische Fähigkeiten in der aktuellen Saison zwar immer wieder aufblitzen, doch vor allem in den letzten Partien fiel der Edeltechniker eher durch Fehlpässe und mangelnde Defensivarbeit auf.

Seine schwachen Auftritte im zentralen Mittelfeld waren beim FC Aarau in den letzen Partien deutlich spürbar. Trotzdem wird Neumayr wohl keine Denkpause von Rahmen aufgebrummt bekommen. Wohl auch, weil dem FCA-Trainer praktisch keine annähernd gleichwertige Alternative auf der Position zur Verfügung steht. 

Neumayr erwischte in Wil einen rabenschwarzen Nachmittag.

Neumayr erwischte in Wil einen rabenschwarzen Nachmittag.

Auch Marco Schneuwly kann mit dem Verlauf der Saison nicht zufrieden sein. Der 34-jährige Offensivspieler verpasste nach enttäuschendem Start die letzten fünf Partien wegen einer Meniskusverletzung.

Kann Schneuwly wieder für mehr Torgefahr sorgen?

Kann Schneuwly wieder für mehr Torgefahr sorgen?

Gegen Wil kam der Berner zu einem Kurzeinsatz und holte dabei prompt einen Strafstoss heraus. Gut möglich, dass der Berner nun gegen Lausanne-Ouchy mehr Spielzeit erhält. Ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert, Schneuwly wieder einmal auf seiner bevorzugten Position als Mittelstürmer auflaufen zu lassen. Mehr Torgefahr könnte nach den letzten beiden Partien (bei denen der FCA nur ein Treffer erzielte) bestimmt nicht schaden. 

Meistgesehen

Artboard 1