Sonntag, 2. Juni, kurz nach 18 Uhr: Heinrich Schifferle, Präsident der Swiss Football League, erscheint auf der Haupttribüne im Stadion Brügglifeld und übergibt Sandro Burki den Pokal für den Gewinn der Meisterschaft der Challenge League. Der Aarauer Captain stemmt die Trophäe in die Höhe und lässt sich von den Fans feiern. Dann gibt Burki den Pokal an die Teamkollegen weiter. Beim 16-fachen Saisontorschützen Davide Callà und beim Publikumsliebling David Marazzi ist der Jubel am lautesten. Mit René Weiler muss ausgerechnet der Trainer des FC Aarau und Baumeister des Aufstiegs am längsten auf das Triumphgefühl warten. Weiler nimmt den Pokal und versichert den Zuschauern, dass er seinen bis 2015 dauernden Vertrag mit Aarau erfüllen will, also nicht zu den Berner Young Boys wechseln wird. Nach diesem Versprechen schnappen sich einige Fans den Erfolgscoach und tragen ihn auf den Schultern einmal rund ums Spielfeld.

Das Stadion-Versprechen

Vom Brügglifeld geht’s mit Ross und Wagen in Richtung Aarauer Innenstadt. Um 20 Uhr wird der FC Aarau auf dem Aargauer Platz von Tausenden von Anhängern empfangen. Die Stimmung ist grossartig. Noch einmal gibt es für jeden Spieler tosenden Applaus. Natürlich darf auch die eine oder andere Ansprache nicht fehlen. Der Aargauer Regierungsrat und Sportminister Alex Hürzeler und Aaraus Stadtammann Marcel Guignard loben den FCA in den höchsten Tönen und versprechen alles zu tun, um den Bau des Stadions im Torfeld Süd voranzutreiben. Kurz vor 21.30 Uhr fällt der Startschuss zur Aufstiegsparty, die glücklicherweise bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen über die Bühne geht.

Die Top 3 der FCA-Partyhengste

Der Sonntag, 2. Juni, wird also zur grossen Jubelorgie für den FC Aarau. Vielleicht wird der Zeitablauf der Festivitäten bei allem Trubel etwas verzögert, aber im Grossen und Ganzen dürften die Stunden des Triumphs für den Aufsteiger in die Super League so verlaufen wie erwähnt.

Spontane Feiern fanden schon am Samstag nach dem 1:0-Sieg gegen Chiasso statt. FCA-Präsident Alfred Schmid und Vize Roger Geissberger machten es sich mit ihren Familien im Brügglifeld bis kurz nach Mitternacht gemütlich. Die Spieler feierten in der Bar «Platzhirsch» und in der Disco «Kettenbrücke». Der harte Kern, so hört man, machte die Nacht zum Tag und feierte bis um 5 Uhr. Und wenn wir schon bei den Platzhirschen sind: Wer sich im Umfeld des FCA nach den grössten Partyhengsten und Stimmungsmachern erkundigt, der bekommt drei Namen zu hören. Die Top 3: Jiri Koubsky, Roman Buess und David Marazzi.