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Der FC Aarau erhält einen neuen Stürmer: Doch wer ist Leo Itaperuna eigentlich?

Der FC Aarau verpflichtet den Brasilianer Leo Itaperuna – der 28-jährige Brasilianer hat das Zeug zum Publikumsliebling.

Sein Name? Leonardo de Oliveira Clemente! Sein Künstlername als Fussballprofi? Einfach nur Leo Itaperuna! Warum? Ganz einfach! Der kleine Leonardo ist am 12. April 1989 in Itaperuna geboren. In einer kleinen Gemeinde, die nordöstlich der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro liegt.

Leo war ein Talent. Talente aber gibt es in Brasilien wie Sand am Meer. Leo startete durch und lancierte seine Profikarriere im Alter von 17 Jahren bei seinem Heimatklub Fluminense Rio de Janeiro. Ein Jahr später gab er sein Debüt in der ersten Mannschaft und erzielte seinen ersten Treffer am 30. Oktober 2007 beim 2:0-Sieg gegen Figueirense. Der Stürmer hatte eine Bilderbuchkarriere vor Augen.

Doch den grossen Durchbruch schaffte Leo Itaperuna nicht. Nach Transfers zu kleineren brasilianischen Klubs wie Duque de Caxias FC, AD Cabofriense, Anapolis FC und Arapongas FC wechselte er 2012 zum FC Sion. Und nach weiteren fünf Jahren mit vielen Höhepunkten, aber auch Tiefschlägen ist Leo Itaperuna nun reif für den FC Aarau. Das Gute an der Sache: Weil der Vertrag des Offensivspielers bei den Wallisern nur noch bis Ende dieser Saison dauert, wechselt er ablösefrei ins Brügglifeld.

Leo Itaperuna hat beim FC Aarau einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Der nur 1,73 Meter grosse, bullige Brasilianer ist eine typische Nummer 9. Er ist trickreich, unberechenbar und torgefährlich. Itaperuna verfügt trotz seiner geringen Körpergrösse über eine enorme Sprungkraft. Er gilt als Spektakelspieler. Und er ist eine Frohnatur. Vom Typ her hat er durchaus das Zeug zum Publikumsliebling. Ob er sich in der nächsten Saison tatsächlich in die Herzen der Fans des FCA spielen kann, wird man sehen. Ein Hauch von Samba im Brügglifeld kann nach der schlechten Saison 2016/17 nicht schaden.

Ponte ist angetan von Itaperuna

Raimondo Ponte jedenfalls verspricht sich einiges von Leo Itaperuna. Der Sportchef des FC Aarau lernte den Brasilianer in der Rückrunde der Saison 2013/14 kennen. Ponte war damals Trainer des FC Sion und rettete die Walliser vor dem Abstieg. «Leo Itaperuna ist nicht nur ein torgefährlicher Stürmer mit grosser Ausstrahlung, sondern auch ein bescheidener, unkomplizierter und lustiger Mensch», sagt Ponte. «Ich bin sicher, dass er vom Typ her optimal zum FC Aarau passen wird.»

Der Transfer von Leo Itaperuna ist also in trockenen Tüchern. Gleiches gilt für die Verpflichtung von Michael Siegfried. Der 29-Jährige unterschrieb bei Aarau einen Zweijahresvertrag. Siegfried ist seit letztem Sommer vereinslos und spielte vorher drei Jahre lang beim FC Thun. Im Gegensatz zum Brasilianer wird Siegfried nicht an Toren gemessen. Der 1,88 Meter grosse Mittelfeldspieler ist ein Mann fürs Grobe. Einer, der dorthin geht, wo es wehtut. Typen mit Kämpferherz und Leidenschaft sind im Brügglifeld willkommen. Andere gibt es derzeit nämlich mehr als genug.

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