46. Pfingstlauf
Der Favorit Zeremariam Berhe gibt sich keine Blösse

Insgesamt 1052 Läufer zwischen 2 und 80 Jahren fanden sich bei herrlichem, wenn auch etwas heissem Wetter zum 46. Pfingslauf in Wohlen ein. Zeremariam Berhe gewinnt erneut vor dem Dintiker Markus Joho

Monique Iseli
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Impressionen vom Pfingstlauf in Wohlen
6 Bilder
Die Walker sind schnell
Die Waffenläufer sind schneller
Und auch die Kleinen mögen gut mithalten.
Siegerin Deborah Büttel
Sieger Berhe Zeremariam

Impressionen vom Pfingstlauf in Wohlen

Manuel Geisser

Alt und Jung, Gross und Klein – jedermann konnte sich in Wohlen die Laufschuhe anziehen und eine Startnummer lösen. Insgesamt 1052 Läufer zwischen 2 und 80 Jahren fanden sich bei herrlichem, wenn auch etwas heissem Wetter ein. Ganz nach der Philosophie von OK-Präsident Rolf Bienz war jeder ein Gewinner. Alle Nachwuchsläufer, die – je nach Kategorie – eine Strecke zwischen 350 und 3200 Metern absolvierten, erhielten einen Pokal für ihre Leistung. «Das Highlight an diesem Anlass sind für mich die glücklichen Kinder», freut sich Bienz.

Freuen konnte sich auch Zeremariam Berhe. Zum dritten Mal in Folge gewann er den heutigen Lauf über zehn Kilometer. Mit einer Zeit von 31:34,7 Minuten liess er alle Konkurrenten ausser Reichweite. «Ich ging mit dem Ziel an den Start, zu gewinnen», sagte Berhe, «etwas anderes hätte mir nicht genügt.» Sein Ehrgeiz ist begründet, zumal er am Grand Prix von Bern sogar Viktor Röthlin hinter sich gelassen hat. Dennoch war es in Wohlen kein Kinderspiel für ihn. «Die Strecke war durch das ständige Auf und Ab sehr anstrengend», gibt der gebürtige Eritreer aus Zürich zu.

Einzig Markus Joho konnte dem Nordafrikaner zumindest zu Beginn noch Paroli bieten. «Doch nach gut zwei Kilometern musste ich ihn aber gehen lassen», erklärt der Dintiker. Er kenne Berhe gut und wisse, dass er ein sehr schneller Läufer sei. «Ich bin mein eigenes Tempo gerannt, bis ins Ziel hätte ich ohnehin nicht mithalten können.» Zufrieden ist Joho aber allemal. «Ich wollte einfach der beste Schweizer sein», sagt er. Mit einer Zeit von 33 Minuten ist ihm dies gelungen. Für Joho, der seit Jahren in der Läuferriege Wohlen aktiv ist, hat der Pfingstlauf eine etwas speziellere Bedeutung. «Schon als kleiner Junge war ich oft auf diesen Wegen unterwegs», erinnerte er sich. In Wohlen ist Joho alles andere als unbekannt. «Die Stimmung am Streckenrand beflügelt natürlich sehr», freute er sich.

Vorjahressiegerin Daniela Gassmann Bahr hat aufgrund einer Verletzung kurzfristig abgesagt. Deborah Büttel aus Riehen BS sicherte sich in einer Zeit von 36 Minuten und 45 Sekunden den ersten Podestplatz. «Für mich war dieser Lauf ein Training für die Schweizer Meisterschaft über zehn Kilometer in Uster», erklärte sie.

Als beste Aargauerin lief Bianca Schödler aus Mülligen nach 40:36 Minuten über die Ziellinie. Sie freut sich über den fünften Rang in der Gesamtrangliste, aber vor allem, dass ihre Familie sie am Streckenrand unterstützt hat: «Das Schönste für mich ist, wenn mir meine Kinder zurufen.»

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