Eishockey

Der Ex-Oltner Cyrille Scherwey trifft im Cup mit den Argovia Stars auf den EHC Olten

Cyrille Scherwey schiesst nun für die Argovia Stars Tore - am besten gleich heute Abend im Cup-Spiel gegen den EHC Olten.

Cyrille Scherwey schiesst nun für die Argovia Stars Tore - am besten gleich heute Abend im Cup-Spiel gegen den EHC Olten.

Die Argovia Stars treffen heute in Reinach im Schweizer Cup auf den National-League-B-Vertreter EHC Olten. Ein ganz besonderes Spiel wird es für Argovias Flügelspieler Cyrille Scherwey, der im letzten Jahr noch für den EHC Olten das Eisfeld unsicher machte.

Es wird ein spezieller Arbend für die Argovia Stars - nach zwei gescheiterten Versuchen haben sich die Aarauer Eishockeyaner dieses Jahr erstmals für die Hauptrunde des Schweizer Cups qualifiziert und treffen nun auf den EHC Olten.

Für die Aarauer Amateure aus der 1. Liga wird dieses Duell mit dem Spitzenteam aus der Nationalliga B, das fast ausschliesslich Profispieler in seinem Kader weiss, das wohl grösste Spiel der Saison sein. Und für einen Aarauer ist dieses Cupspiel gegen den EHCO gleich doppelt speziell: für Cyrille Scherwey.

Der Ex-Oltner Cyrille Scherwey läuft neu für die Argovia Stars auf.

Der Ex-Oltner Cyrille Scherwey läuft neu für die Argovia Stars auf.

Der 27-jährige Flügelspieler hat die letzte Saison noch im Dress der Oltner bestritten, konnte sich aber im Hinblick auf die neue Saison mit der Vereinsführung nicht mehr auf einen neuen Vertrag einigen. «Ich war enttäuscht, dass wir keine Lösung gefunden haben», sagt Scherwey.

Deswegen hegt der Flügelspieler aber im Cupspiel gegen seinen Ex-Verein keinerlei Revanchegelüste. «Nein, nein. So bin ich nicht», wehrt Scherwey ab, fügt jedoch mit einem Schmunzeln an: «Aber natürlich würde es mich freuen, wenn ich ein gutes Spiel mache und der EHC Olten sich fragt: ‹Warum haben wir den Scherwey bloss gehen lassen?’ Das ist aber nicht das Ziel des Cupspiels.»

Mehr Zeit mit der Familie

Der Wechsel von Olten zu Aarau hat für Cyrille Scherwey aber auch sein Gutes. Der gebürtige Freiburger kann mehr Zeit mit seiner Frau und seiner 16 Monate alten Tochter verbringen. «Ich hatte in der Sommerpause Angebote von anderen NLB-Klubs. Dafür hätte ich aber die Region verlassen müssen und das kam für mich nicht infrage. Die letzten neun Jahre ist meine Frau überall hin mitgekommen, wo ich gespielt hatte. Jetzt ist es an der Zeit, dass ich mich nach meiner Familie richte», so Scherwey, der seine Karriere bei Fribourg-Gottéron lancierte und später bei Lugano, Sierre und Basel spielte.

Scherwey, der eine KV-Ausbildung abgeschlossen hat, arbeitet seit September in Aarau. Er hat eine 80-Prozent-Stelle gefunden, die sich ideal mit seinen Einsätzen bei den Argovia Stars verbinden lässt. «Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, ganz vom Eishockey zurückzutreten. Doch das ist nicht so einfach, denn schliesslich spiele ich seit meinem dritten Lebensjahr Eishockey», erzählt Scherwey, dessen jüngerer Bruder Tristan beim Schweizer Meister SC Bern unter Vertrag steht.

Bei den Argovia Stars, wo er noch knapp die Hälfte des Trainingsaufwandes betreibt im Vergleich zur Zeit in Olten, hat er nun die Möglichkeit, dem Eishockey treu zu bleiben, aber dennoch mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen und zu arbeiten.

Guter Start ist gefragt

Bei den Argovia Stars ist man froh, einen Spieler seines des Kalibers in ihren Reihen zu wissen. Der 27-Jährige ist bekannt dafür, dass er auf dem Eis sehr präsent ist und eine physische Spielweise pflegt.

Qualitäten, von denen nun der erste Block der Aarauer profitieren kann. Qualitäten aber auch, welche die Aarauer im Cupspiel gegen Olten gut gebrauchen können, wenn sie mit dem grossen Favoriten mithalten wollen. Das weiss auch Scherwey. «Wir dürfen den Start auf keinen Fall verschlafen, sondern müssen von Anfang an bereit sein und natürlich müssen wir ein wenig darauf hoffen, dass Olten nicht seinen besten Tag erwischt.»

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