Eishockey
Der Erstligist EHC Aarau zittert sich auf Playoff-Kurs

Der Erstligist EHC Aarau bezwingt Adelboden mit 4:1. Mit vielen Strafen machte er sich das Leben unnötig schwer. Mit diesem Erfolg klettern die Aarauer auf den sechsten Tabellenplatz. Damit wären sie auf direktem Weg für die Playoffs qualifiziert.

Andreas Fretz
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Aaraus Thomas Wälti (links) gelang 63 Sekunden vor Schluss das 4:1. Quelle: HPS

Aaraus Thomas Wälti (links) gelang 63 Sekunden vor Schluss das 4:1. Quelle: HPS

Mit den kalten Wintertagen geht die 1.-Liga-Qualifikation langsam aber sicher in die heisse Phase. Der EHC Aarau kämpft derzeit um die direkte Teilnahme an den Playoffs. Mit Rang sechs stünde man in der oberen Masterround und wäre sämtliche Sorgen los. Ein Ziel, das in den vergangenen Jahren stets erreicht wurde. Vor dem gestrigen Spiel gegen Adelboden belegten die Männer von Trainer Patric With den siebten Rang. Ein Sieg gegen den zehntplatzierten Gast war also Pflicht. Umso mehr, da Basel-Kleinhüningen und Unterseen-Interlaken gestern zum Direktduell antreten mussten. Beide Teams lagen unmittelbar vor Aarau. Mit dem 4:1-Sieg gegen Adelboden eroberte Aarau diesen angestrebten sechsten Zwischenrang.

In der 6. Minute wurde die Partie in entscheidende Bahnen gelenkt. Adelbodens Leandro Blaser hatte nach einem Fehlzuspiel der Aarauer Abwehr den Führungstreffer auf dem Stock, doch Torhüter Flurin Brunner lenkte den Puck magistral an den Pfosten. Im unmittelbaren Gegenzug gelang Aarau, was den Gästen verwehrt geblieben war. Neuzugang Jann Falett erzielte aus der Drehung das 1:0. Die Adler gewannen an Sicherheit. Dreimal konnten sie im ersten Drittel in Überzahl agieren. Das Powerplay war gefällig, alleine ein Tor wollte nicht fallen. Das Schussverhältnis von 18:9 zeigte aber die Stärkeverhältnisse klar auf.

Die schöne Statistik reichte aber nicht, damit der Knoten endgültig platzte. Im Gegenteil: Aarau kassierte im zweiten Drittel unnötig viele Strafen und konnte sich mehrmals bei Torhüter Brunner bedanken, dass Adelboden kein Treffer gelang. Die Gastgeber gaben zwar erneut mehr Schüsse ab (10:8), doch vor dem gegnerischen Tor herrschte zu wenig Betrieb. Die Distanzschüsse waren eine sichere Beute des Gäste-Goalies. Mitte des zweiten Drittels sah sich Aarau-Trainer With gar zu einem Time-out genötigt. An der Zitterpartie und den unnötigen Strafen änderte sich auch danach nichts. Aber zumindest erfuhr die Anzeigetafel vor der zweiten Pausensirene noch eine Änderung. In der 37. Minute beförderte Aaraus Patrick Bula im dritten Anlauf die Scheibe zum 2:0 über die Linie.

Aarau gewinnt Kontrolle zurück

Im letzten Drittel geschah, was sich lange angebahnt hatte. Adelboden nutzte eine der zahlreichen Überzahl-Situationen. Zwei Sekunden bevor sich Attila Blatter von der Strafbank zurückmelden konnte, verkürzten die Gäste auf 1:2 (45. Minute). Die Partie stand nun auf der Kippe. Doch Aarau vermochte sich zu steigern und gewann die Kontrolle über die Partie zurück. Sechs Minuten vor dem Ende gelang Kevin Barz das 3:1. Für die endgültige Siegsicherung war Thomas Wälti 63 Sekunden vor Schluss besorgt.

«Mit Blick auf die Playoffs und den sechsten Rang war dies ein sehr wichtiger Sieg», sagte Aaraus Sportchef Peter Hofmann erleichtert. «Als wir fünf Leute auf der Strafbank hatten, stand die Partie auf der Kippe. In dieser Phase fanden wir glücklicherweise zum Kampf zurück.»

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