NLA-Handball

Der erste Punkt im Kampf um den Ligaerhalt ist gesichert: Der TV Endingen und der RTV Basel trennen sich 30:30

Nach den beiden Niederlagen zum Saisonstart in der NLA empfängt der TV Endingen den RTV Basel. Mit viel Herzblut, Einsatz und auch etwas Wettkampfglück sicherten sich die Handballer vom TV Endingen im dritten Meisterschaftsspiel den ersten Punkt.

Die Erleichterung war förmlich zu spüren, ja zu greifen. Endlich haben die Handballer vom TV Endingen das Punktekonto geäufnet. Und der erste Zähler hing an einem seidenen Faden: Kurz vor der Sirene waren die Surbtaler noch mit zwei Toren im Rückstand, doch der neue Endinger Keeper Vit Schams zeigte einer seiner insgesamt 14 Paraden und Captain Christian Riechsteiner gelang 35 Sekunden vor dem Ende der Ausgleich zum 30:30. Basel kam nochmals in den Angriff, doch die Endinger brachten das Unentschieden mit viel Einsatz, Wille und etwas Wettkampfglück über die Zeit.

Trotz zahlreicher Absenzen

Dieser Punktgewinnt tut in mehrfacher Hinsicht gut. Nicht nur weil das Team von Trainer und Tüftler Zoltan Majeri endlich das Punktekonto eröffnen konnte, sondern auch für die Moral und die Motivation der Truppe. Majeri hatte mit einem taktischen Schachzug in der entscheidenden Phase erneut seine Finger im Spiel und freute sich diebisch, dass es gelang.

Denn die Vorzeichen waren alles andere als gut: Joel Huesmann verletzte sich und fällt für mindestens zwei Monate aus. Die Durchschlagskraft des deutschen Shooters fehlt im Angriff und die Masse des Hünen in der Abwehr. Und der Captain ist immer noch angeschlagen und kann nur in der Verteidigung helfen, im Angriff sehr bedingt – wenn es nicht anders geht und er wieder selber für den Ausgleich besorgt sein muss. Zudem erhielten sowohl Neuzuzug Claudio Vögtli und Kreisläufer Leonard Pejkovic einen Schlag an den Kopf und fielen kurzzeitig aus. Die Alternativen auf der Bank wurden immer dünner.

Zu viele Fehler

Die Endinger haben sich das Leben aber auch selbst schwer gemacht. «Wir machen zu viele Fehler», meint Lukas Riechsteiner unumwunden. Und diese wurden von Basel gnadenlos mit erfolgreichen Gegenstössen bestraft. Aufgrund des Spielverlaufs konnten sich die Endinger über das Resultat nicht beschweren.

«Vor dem Spiel wäre es ein verlorener Punkt gewesen. Jetzt ein gewonnener Zähler», bringt es Neuzugang Sven Schafroth auf den Punkt. Er kommt immer besser in Fahrt und Basel sah sich gar genötigt, das standardmässige 6-0-Abwehrsystem auf ein offensives 5-1 umzustellen, um die Kreise von Schafroth einzuschränken. «Ich habe mich sehr gut eingelebt und spüre das Vertrauen», freut er sich. «Doch wir können nicht zufrieden sein. Die Abläufe stimmen noch nicht alle und ich muss noch viel lernen», gibt es sich selbstkritisch und demütig zugleich.

Auch nicht zufrieden war Basels neuer Trainer Christian Meier. «Der Einsatz war da, aber zum Teil auch kopflos und wir haben uns nicht belohnt», meinte der Geschäftsführer des neuen Sportkomplexes Schüwo-Park in Wohlen. Meier wird die Arbeit weder mit dem RTV Basel noch im Freiamt bald ausgehen. 

Der erste – kleine – Schritt

Der allererste kleine Schritt in die richtige Richtung ist getan. Jetzt steht für das Team von Majeri das schwere Auswärtsspiel in Thun gegen Wacker auf dem Programm. Wo man auf die Endinger Brüder Huwyler trifft, die jetzt für die Berner Oberländer den Beton in der Verteidigung anmischen. Danach folgt das nächste Heimspiel gegen GC Amicitia Zürich. Ein weiteres schwieriges Spiel, gegen einen Gegner, der jedoch nicht völlig ausser Reichweite liegt. Zudem hoffen die Endinger, dass immer mehr Spieler wieder völlig fit mittun können.

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(Zur Information: Aufgrund technischer Probleme konnte der Stream nicht wie gewohnt aufgezeichnet werden)

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