NLB-Handball

Der erste Auswärtssieg lässt weiter auf sich warten

Kein Durchkommen für Tobias Madliger vom STV Baden.

Kein Durchkommen für Tobias Madliger vom STV Baden.

Städtli konnte den Kampf in der Eulachhalle zu keinem Zeitpunkt annehmen. Baden war stets einen Schritt zu spät, einen Tick zu langsam, einen Gedanken hinter dem Gegner – das führte zur logischen 21:32-Niederlage gegen Winterthur.

Nach den ersten zehn Minuten war das Spiel eigentlich gelaufen, denn bereits zu jenem Zeitpunkt musste man erkennen, dass die Spieler des STV Baden nicht in der Lage sein würden, die Mann-gegen-Mann-Situationen zu gewinnen. Bereits im Voraus wurde im Team über diese Situationen gesprochen: «Der Sieg in Winterthur führt nur über das Gewinnen der Zweikämpfe!» Vergebens – auf Badener Seite war niemand in der Lage, das Spiel an sich zu reissen. Alle waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Der Staff ist nun gefordert, denn auf ein gutes Spiel folgte in dieser Saison immer wieder ein schlechtes. Auf kampfbetonte Spiele freute man sich, gewann und... verlor das nächste! Wenn Städtli nicht bald eine Serie hinlegt, findet man sich sehr schnell im Tabellenkeller wieder: Vom Drittletzten Möhlin trennen Baden nur noch drei Punkte!

Keine Gegenwehr von Baden

Eigentlich ist das Spiel sehr schnell erzählt: Yellow Winterthur nahm den Kampf auf und … stiess auf keine Gegenwehr! Über 5:4 nach 10 Minuten stieg das Score stetig zum Halbzeitstand von 14:9 für das Heimteam. Raphael Liniger lenkte das Spiel der «Gelben», und wenn das nicht genügte, dann tankte er sich durch die Reihen des STV und markierte eines seiner 12 Tore.

Der STV hatte bereits in der ersten Halbzeit 14 Fehlschüsse und fünf technische Fehler, also 19 Angriffe ohne zählbaren Erfolg – so kann man keine Spiele gewinnen!

Wer nun davon ausging, dass Städtli keine weitere derart unterirdisch schlechte Halbzeit spielen kann, hatte sich leider getäuscht, denn die zweite wurde nicht besser – im Gegenteil. Baden war nun total von der Rolle und zeigte fast keine Gegenwehr mehr! Die Fehlschüsse wurden zwar verringert («nur noch» elf), dafür erhöhte sich die Anzahl technischer Fehler auf sieben. Also wieder 18 Angriffe ohne Torerfolg!

Dem Staff kommt die anstehende Nationalmannschaftspause definitiv gelegen, denn nun hat man drei Wochen Zeit, aus Fehlern zu lernen und sie zu eliminieren! Am 8. November geht die Meisterschaft in Steffisburg mit dem Spiel gegen den Aufsteiger weiter! Bereits dann heisst es kämpfen und «verlieren verboten».

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1