Inlinehockey

Der EM-Final ist das Ziel der Zietala-Brothers

Martin Zietala (links) reist mit viel Selbstvertrauen an die Europameisterschaften nach Kaarst.

Martin Zietala (links) reist mit viel Selbstvertrauen an die Europameisterschaften nach Kaarst.

An den Europameisterschaften in Kaarst stehen mit den Brüdern Martin und Roman Zietala zwei Spieler des IHC Rothrist im Kader der Schweizer Nationalmannschaft.

Beim IHC Rothrist sind die Zietalas eine grosse Nummer. In der laufenden Meisterschaft haben Roman (28), Martin (23) und Ivan Zietala (26) beinahe die Hälfte aller Skorerpunkte des nach 16 Runden siebtbesten Teams der NLA erzielt – 58 von 129 um genau zu sein. Trotzdem musste einer des Trios über die Klinge springen: Ivan Zietala, der zweitsicherste Rothrister Torschütze, hat es, nachdem er das zweite Trainingslager der Nationalmannschaft aufgrund einer ETH-Prüfung absagen musste, nicht ins EM-Kader geschafft.

Mit dabei sind hingegen Martin und Roman Zietala. «Nachdem ich an der letzten EM sehr kurzfristig aufgeboten wurde und kaum zum Spielen gekommen bin, versicherte mir der Trainer, dass er in diesem Jahr auf mich setzen werde», so Martin Zietala. Doch ganz sicher sei er sich trotzdem nicht gewesen, denn die Konkurrenz sei sehr stark, ergänzt der 23-Jährige, der vor einem Jahr der einzige Deutschschweizer im Nationalkader war. Entsprechend froh ist er, dass diesmal auch sein Bruder Roman mit von der Partie ist.

Doch anders als bei Rothrist rechnen die Zietala-Brüder nicht damit, in der Nationalmannschaft zu den Leistungsträgern zu zählen. «Wir werden wohl im zweiten oder dritten Block zum Einsatz kommen. Trotzdem hoffen wir natürlich, dass der Trainer auf uns setzt», sagt Martin Zietala. Der Allrounder, der bei Rothrist mit 14 Treffern Topskorer ist, wird im Nationalteam vorwiegend mit defensiven Aufgaben betraut. Fürs Toreschiessen ist sein Bruder zuständig. «Roman soll möglichst viele Tore machen. In den Testspielen hat er bewiesen, dass er das kann.»

Deutschland ist der Favorit

Die Schweizer bereiten sich dieses Wochenende mit einem kurzen Trainingslager auf die EM vor. Heute in einer Woche reisen sie dann nach Kaarst, wo die europäischen Titelkämpfe stattfinden. Und dort haben die Eidgenossen Grosses vor: «Wir wollen in den Final», so Martin Zietala.

Vor einem Jahr sind die Schweizer im Endspiel an Deutschland gescheitert. Die Nachbarn aus dem Norden sind auch in diesem Jahr wieder der grosse Favorit. «Sie sind enorm stark und haben keinen Spieler im Kader, der abfällt», weiss Martin Zietala. Aber auch den physisch starken Dänen und den technisch versierten Engländern traut der jüngste des Zietala-Trios einiges zu.

Bevor es gegen einen der Favoriten geht, wartet das Auftaktspiel gegen Österreich. Ein vermeintlich einfaches Spiel, denn die Österreicher sind das nominell schwächste Team es Turniers. «Wir sollten hoch gewinnen, müssen aber aufpassen, dass wir nach einem allenfalls deutlichen Sieg nicht übermütig werden», warnt Martin Zietala und fügt an: «Um sich an die Bedingungen in Kaarst zu gewöhnen, ist Österreich jedoch der perfekte Gegner.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1