Eishockey 1. Liga
Der EHC Aarau verschenkt gegen Wiki-Münsingen Punkte

Der EHC Aarau verliert das Heimspiel gegen Wiki-Münsingen mit 2:3. Die Aarauer müssen sich die Heimpleite selbst zuzuschreiben. Erneut waren individuelle Fehler und Aussetzer dafür verantwortlich, dass der EHC für seine Leistung nicht belohnt wurde.

Elia Diehl
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Aaraus Goalie Flurin Brunner musste 49 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer hinnehmen.

Aaraus Goalie Flurin Brunner musste 49 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer hinnehmen.

Boss/Archiv

Mit einer soliden und kompakten Abwehr wollte der EHC Aarau gestern Abend gegen Wiki-Münsingen in der KEB Aarau auftreten. «Gegen Zuchwil haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht», sagte Aarau-Trainer Patric With vor dem Spiel, rückblickend auf die 6:7-Niederlage gegen den Leader am vergangenen Samstag. «Diese wollen wir heute ausmerzen», verkündete der Trainer, und sich wieder auf die starke Team-Defensive verlassen.

Doch allem Vorsatz zum Trotz vermochten die Aarauer gestern bei der späten 2:3-Niederlage nicht zu überzeugen. Erneut waren individuelle Fehler und Aussetzer dafür verantwortlich, dass die Aarauer für ihre Leistung nicht belohnt und am Schluss ohne Punkte blieben.

Zu Beginn des Spiels lieferten sich die beiden Teams einen offenen Schlagabtausch, ohne aber wirklich Torgefahr zu entwickeln. Nach dem anfänglichen Abtasten besann sich das Heimteam wie vom Trainer angekündigt auf eine aggressive Verteidigung. Aarau kam selten in Bedrängnis und gewährte dem Gegner einzig durch viele Unkonzentriertheiten und dumme Fehler Chancen. So setzte sich der Gast erstmals in Überzahl erstmals im Aarauer Drittel fest. Der EHCA überstand das Boxplay aber unbeschadet, Wiki-Münsingen entwickelte keinen Druck aufs Tor von Flurin Brunner. Erst in der 16. Minute kam Aarau richtig gefährlich vors Tor: Kevin Kissling gelangte mit einem schönen Solo ins Wiki-Drittel und legte vor dem Tor für Patrik Ruprecht auf, welcher nur noch einschieben hätte müssen. Hätte - denn der Aarauer zögerte zu lange und vergab die Grosschance kläglich. Doch die Chance kam einem Weckruf gleich. Aarau wurde mutiger was in der 18. Minute mit dem 1:0 durch Kevin Barz belohnt wurde.

Meist schwaches zweites Drittel

Wie so oft vermochte der EHCA im Mitteldrittel weder zu überzeugen, noch zwei Powerplays auszunutzen. Wiki war in Unterzahl mit dem entwischten Thomas Studer sogar näher an einem Tor, aber Aaraus Schlussmann wehrte souverän ab. Wie schon im Spiel gegen Zuchwil machten die Aarauer unnötiger Fehelr und wirkten zeitenweise unkonzentriert. Anders lässt sich der Wechselfehler in der 33. Minute nicht erklären. Das folgende Powerplay für Wiki läutete dessen stärkste Druckphase ein. Nur dank dem überragenden Flurin Brunner konnten die Aarauer die Führung in die zweite Pause retten. Entsprechend unzufrieden war Trainer With in der Pause und machte seinen Spielern in der Kabine Dampf.

Es nutzte nichts, zwei Minuten waren im letzten Drittel gespielt als Florian Beutler die Scheibe ins Tor, der überforderten Aarauer stocherte. Das Heimteam wirkte vollkommen von der Rolle, überstand aber die beste Phase der Gäste, um entgegen dem Spielverlauf in der 50. Minute durch Sandro Spinner erneut in Führung zu gehen. Die Schlussphase gestaltete sich hektisch, beide Teams kamen zwar zu Chancen, aber es war Wiki-Münsingens Christoph Kiener, der mit einem Doppelschlag in den letzten zwei Minuten die Aarauer ins Elend stürzte. Dabei wurden die Gäste mit einer 4-gegen-3-Überzahl in der Schlussminute, verursacht durch eine vom frustrierten Patrick Bula angezettelte Prügelei, kräftig von den Aarauern unterstützt. Das Heimteam verschenkte so wichtige Punkte, weil es die Nerven verlor und die individuellen Fehler nicht wie gewünscht vermeiden konnte.