Eishockey
Der EHC Aarau bodigt Thun nach Verlängerung mit 4:3

Siege gegen direkte Konkurrenten um den Einzug in die obere Masterround sind besonders wertvoll. Insofern zählt der erknorzte Heimsieg, bei dem bei einer besseren Chancenauswertung mehr drin gelegen wäre, doppelt.

Hans Peter Schläfli
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Der Aarauer Christof Frei versucht es gegen Thun mit einem «Buebetrickli». Foto: Schläfli

Der Aarauer Christof Frei versucht es gegen Thun mit einem «Buebetrickli». Foto: Schläfli

Die Adler begannen konzentriert und waren im ersten Drittel die klar bessere Mannschaft. Dazu kam am Anfang auch noch etwas Glück: Nach dem Prinzip Hoffnung lebend spielte Patrick Bula einen eigentlich aussichtslosen Rückpass. Von hinter dem Tor traf er einen Thuner Verteidiger zwischen die Beine und Kevin Kissling nutzte die Verwirrung bei den Gästen zum 1:0 in der 2. Minute.

Zu wenig Effektivität

Mit einem Hammerschuss legte Jann Falett in der 8. Minute das 2:0 nach. Weitere Chancen folgten, und hätte in der 23. Minute Bula nicht sogar einen Shorthander alleine vor Goalie Pascal Wüthrich verschenkt, wäre alles klar gewesen. Weil aber das eigentlich verdiente 3:0 nicht fallen wollte, begann man sich zu fragen, ob vielleicht am Ende die schlechte Chancenauswertung noch bestraft wird.

Thuner Ausgleich

«So ist Eishockey», sagte Trainer Patric With nach dem Match, «wir hätten alles klar machen müssen, kassierten aber den Anschlusstreffer.» Das passierte in der 25. Minute: Simon Studerus erzielte wie der Blitz aus heiterem Himmel das 2:1, und als die Thuner dann auch noch durch Roger Vonlanthen ausglichen, sah es für den Rest des Mitteldrittels kritisch aus. In der 37. Minute brauchte es dann sogar noch die Ganze Kunst von Goalie Marco Mathis, um einen Rückstand zu verhindern.

Siegtor durch Wegmüller

Im Schlussdrittel waren die Aarauer wieder überlegen. Auf die neuerliche Führung folgte aber postwendend der Ausgleich, sodass es in die Overtime ging. Dank besserer Kondition gelang dem Heimteam in der 64. Minute durch Andrea Wegmüller der Siegtreffer.