Fussball
Der biedere FC Gränichen taucht erneut

Der FC Gränichen verliert in der 2. Liga interregional zu Hause auf der ZehnderMatte gegen den SC Bümpliz 78 mit 0:3 und kann sich somit nicht für die Kanterniederlage vom letzten Spieltag in Alle rehabilitieren.

Dario Trost
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Der FC Gränichen hat gegen Bümpliz das Nachsehen.

Der FC Gränichen hat gegen Bümpliz das Nachsehen.

Franz Schefer

Erstmals seit Ende September 2012 verliert der FC Gränichen zwei Meisterschaftsspiele in Folge. Nach dem Debakel in Alle mussten die Gelbschwarzen auch im Duell gegen Tabellennachbar Bümpliz mit einer Niederlage vom Platz. 0:3 hiess das Verdikt nach 90, grösstenteils ereignislosen Minuten.
Clevere und abgeklärte Gäste

Es ist nicht so, dass die Gränicher von den Bernern an eine Wand gespielt wurden. Doch Bümpliz zeigte sich auf der ZehnderMatte in den entscheidenden Situationen einfach cleverer und abgebrühter.

Ein Beispiel, der Führungstreffer: Nach einer chancenarmen ersten Halbzeit, in der sich die beiden Teams gegenseitig neutralisierten, markierte Stürmer Sandro Andrini wie aus dem Nichts Sekunden vor dem Pausenpfiff das 1:0 für die Gäste.

Er profitierte von einem Stellungsfehler in der Gränicher Hintermannschaft und liess FCG-Torhüter Manuel Fries, der den gesperrten Livio Buchser vertrat und bei seinem Pflichtspieldebut insgesamt eine gute Partie zeigte, mit seinem Schuss keine Chance.

Auch im zweiten Durchgang waren die Berner abgeklärter und versetzten dem FC Gränichen fünf Minuten vor Schluss den Todesstoss. Wieder war es Andrini, der frei zum Schuss kam, nachdem Fries zuvor mirakulös gegen Janik Huber pariert hatte. Das dritte Tor in der Nachspielzeit durch Alban Murina war dann nur noch Resultatkosmetik.
Gränichen ungefährlich - rot für Wehrli

Und die Gränicher? Das Team von Marco Wüst kam während des ganzen Spiels nie richtig auf Touren. Hinten stand die Abwehr ordentlich, gegen vorne klappte hingegen fast nichts. Die beste Möglichkeit vergab Khaled Assoussi nach Ablauf einer Stunde, als er mit einem Schuss von der rechten Seite an Keeper Marc Pfister scheiterte.

Neben einem Freistoss von Nedim Keranovic (16.), der am Tor vorbeiflog und einem Schuss von Vojan Cvijanovic (25.) den Pfister parieren konnte, blieb dies die einzige Gränicher Möglichkeit während der gesamten Partie. Zum unglücklichen Auftritt der Gelbschwarzen passte, dass Marc Wehrli kurz vor Schluss mit einer fragwürdigen roten Karte vom Platz gestellt wurde.
Nun gehts zum Leader

Trotz der Niederlage bleibt der FC Gränichen in der Tabelle auf dem siebten Rang klassiert, allerdings nur noch mit zwei Punkten Vorsprung vor dem SC Bümpliz. Am kommenden Wochenende folgt mit der Partie beim FC Bern die nächste sehr schwierige Aufgabe für die Wüsttruppe. Die Berner erzielten in den letzten beiden Spielen nicht weniger als elf Tore und grüssen momentan von der Tabellenspitze. Anpfiff im Stadion Neufeld in Bern ist am Samstag um 17 Uhr.

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