FC Aarau Frauen

Der Aufstieg würde Probleme lösen: FCA Frauen halten am Saisonziel fest

Den FCA Frauen läuft es sportlich in dieser Saison noch nicht wie gewünscht.

Den FCA Frauen läuft es sportlich in dieser Saison noch nicht wie gewünscht.

Die Saison der FC Aarau Frauen in der zweithöchsten NLB ist derzeit unterbrochen. Nach sieben gespielten Runden läuft es dem Verein sportlich noch nicht wie gewünscht. Nun will der neue Vorstand in der verlängerten Winterpause handeln, damit das grosse Ziel nicht gefährdet wird.

Neue Klubführung, Corona und der Abgang einer wichtigen Leistungsträgerin: Es war eine ereignisreiche erste Saison­hälfte für die FC Aarau Frauen. Nebst den coronabedingten Schwierigkeiten musste die neue Klubführung auch unerwartete Kadermutationen sowie bürokratische Altlasten hinnehmen.

Walter Berli, der neue Co-Präsident des Vereins, ist mit der aktuellen Situation nicht ganz zufrieden. Sportlich stehen die FC Aarau Frauen auf dem 4. Platz: «Vor allem die letzten zwei Partien sind uns missglückt. Man hat den Abgang von unserer offensiven Spielerin Qendresa Krasniqi deutlich gemerkt.»

Differenzen mit ehemaligem Vorstand geklärt

Mit vier Siegen und einem Unentschieden aus sieben Partien sind die FCA Frauen zwar keineswegs von der Spitze abgeschlagen, aber Berli ist sich trotzdem bewusst, dass er für Krasniqi, die im Oktober nach Pristina zurückgekehrt ist, einen adäquaten Ersatz braucht. «Unser Ziel ist und bleibt der Aufstieg. Damit wir dieses nicht gefährden, suchen wir aktiv nach gezielten Verstärkungen für unsere Offensive.»

13 Punkte nach sieben Runden: Die FCA Frauen befinden sich derzeit auf dem vierten Platz in der NLB.

13 Punkte nach sieben Runden: Die FCA Frauen befinden sich derzeit auf dem vierten Platz in der NLB.

Zeit bleibt dem Verein dafür noch bis 15. Februar. Berli gibt sich optimistisch: «Wir sind mit Spielerinnen im Gespräch. Es ist zwar schwierig, weil wir keine richtigen Probetrainings durchführen können, aber ich bin mir sicher, dass wir eine Lösung präsentieren können, sofern die Saison fortgeführt wird.»

Während es in sportlicher Hinsicht noch nicht wie gewünscht läuft, ist immerhin der Wechsel der Klubführung endlich vollständig abgeschlossen. «Wir konnten alle Differenzen und Altlasten mit dem ehemaligen Vorstand klären und abschliessen. Nun können wir wirklich bei null anfangen und uns voll auf die Zukunft konzentrieren.»

Infrastruktur muss verbessert werden

Ein wichtiger Punkt im Hinblick auf eine erfolgreiche Zukunft ist auch die Verbesserung der Infrastruktur. Da erhoffte sich der Vorstand zuletzt einen Ausbau der Sportanlage Winkel in Rohr. Jedoch wurde der Antrag vom Aarauer Einwohnerrat bereits zum zweiten Mal zurückgewiesen.

Walter Berli erhoffte sich einen Ausbau der Sportanlage Winkel in Rohr.

Walter Berli erhoffte sich einen Ausbau der Sportanlage Winkel in Rohr.

Für Walter Berli ist die Situation ärgerlich: «Das schmerzt sehr. Wir haben im Nachwuchsbereich zuletzt grosse Fortschritte gemacht. Unsere U15, U17 und U19 sind alle ambitioniert, es gab diverse Aufgebote für die Nationalkader. Leider müssen sie sich gemeinsam mit dem Fanionteam ein beleuchtetes Feld im Schachen teilen. Nebenbei trainieren über 20 Teams auf der überlasteten Anlage. Eigentlich ein inakzeptabler Fakt, aber uns sind die Hände gebunden.»

Der Co-Präsident ist sich bewusst: «Wenn wir aufsteigen, können wir das nicht mehr so hinnehmen. Dann müssen andere Überlegungen gemacht werden.»

Man sei auch mit dem FC Aarau im Austausch. Eine engere Zusammenarbeit in Zukunft sei keineswegs ausgeschlossen.

«Corona hat den Hype ins Stocken gebracht»

Auch wenn derzeit der Frauenfussball in der zweithöchsten Liga stillsteht, blickt Berli optimistisch in die Zukunft: «Corona hat den Hype um den Frauenfussball zwar etwas ins Stocken gebracht, doch die TV-Präsenz der Women’s Super League wird diesen auch in Zukunft vorantreiben. Ich denke, der Boom wurde dadurch bloss vertagt.»

Die FCA Frauen wollen in dieser Saison den Aufstieg realisieren.

Die FCA Frauen wollen in dieser Saison den Aufstieg realisieren.

Die TV-Übertragungen der höchsten Schweizer Liga könnte auch für die Aarauer Frauen von Nutzen sein: «Es wird bessere Sponsoren-Deals geben und dies wiederum wird dem Frauenfussball neue Türen öffnen. So könnten sich die Strukturen verbessern, deshalb könnte ein Aufstieg für uns die Lösung einiger Probleme sein», betont Walter Berli.

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