Motorsport
Der Aargauer Jarno Kausch wird in Valencia Sechster

Nach gut zwei Monaten Sommerpause wurde am vergangenen Wochenende in Valencia das siebte von insgesamt acht Rennen ausgetragen.

TKR Racing Team
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Der erste Testtag war von vielen kleinen Problemen geprägt, ausserdem stand der längst fällige Motorenwechsel auf dem Programm, und danach war noch
Einfahren des neuen Motors angesagt.

Am Samstag standen die zwei Qualifyings auf dem Programm. Schon bald zeigte sich, dass sich Jarno Kausch auf der technischen Strecke von Valencia sehr wohl fühlt und die Rundenzeiten wurden immer schneller. Am Ende wurde der junge Aargauer auf dem Zeitenmonitor auf Platz acht angezeigt und er konnte am Rennsonntag somit das erste Mal aus der dritten Reihe ins Rennen starten.

Nachdem unser kurzfristig eingesprungener Data-Recording Mann, er arbeitet normalerweise in der WM, das Bike von Jarno von vorne bis hinten durch gecheckt hatte, erklärte er uns anhand der Aufzeichnungen und Analyse der Daten, das man als Test zum Warm-Up hin die Geometrie der KTM verändern werde. Die Änderungen stellten sich als sehr positiv heraus, denn bereits in der zweiten Runde am Sonntagmorgen konnte Jarno bei erheblich kühleren Temperaturen seine Trainingszeit nochmals verbessern. Wie sagt man doch im Rennfahrer Latein, ein Motorrad das funktioniert sollte man zum Rennen hin nicht noch verändern, aber genau das wurde ohne Rücksprache mit dem Fahrer gemacht, aber leider ging der Schuss nach hinten los.

Das Rennen am Sonntag

Am Sonntagmittag wurde dann bei 25° und Sonnenschein zum Rennen gestartet. Nach mittelmässigem Start konnte der junge Schweizer in den ersten Kurven seine Startposition halten, er realisierte aber sofort das er aber trotz neuem Hinterreifen weniger Grip hatte als im Warm-Up auf gebrauchten Reifen.Bereits nach wenigen Kurven hatte er einen gewaltigen Rutscher der ihn beinahe aus dem Sattel katapultierte und nur mit viel Glück nicht stürzte. Bei diesem Zwischenfall verliert Kausch zwei Positionen und den Anschluss zur Spitzengruppe. In den folgenden Runden kann er sich wieder bis auf Rang sechs nach vorne arbeiten, aber hier ist dann Schluss. Die Spitzengruppe ist weg, nach hinten hat er auch fünf Sekunden Vorsprung auf seine nächsten Verfolger und somit konzentrierte sich darauf, den sechsten Rang und damit
zehn Punkte für das Gesamtklassement sicher ins Ziel zu bringen.

Mit diesem Resultat kann der Schweizer sehr zufrieden sein, sind doch mit vier Piloten des offiziellen KTM und Honda Teams und dem amtierenden Leader der italienischen Meisterschaft und Schützling von Valentino Rossi, nur Fahrer klassiert die nächste Saison allesamt in der Moto 3 Junioren Weltmeisterschaft an den Start gehen werden. Im Gesamtklassement liegt Jarno Kausch ein Rennen vor Schluss auf dem guten 9. Zwischenrang.