Handball NLA

Den vorzeitigen Einzug in die Finalrunde verpasst: Der HSC Suhr Aarau verliert gegen den RTV Basel mit 24:27

Der HSC Suhr Aarau wird seiner Favoritenrolle gegen den RTV Basel nicht gerecht und verliert eine zeitenweise spektakuläre Partie mit 24:27. Weil der HC Kriens-Luzern gleichzeitig gegen Pfadi Winterthur (30:30) gepunktet hat, steht der HSC noch nicht fix in der Finalrunde.

Die Enttäuschung in den Reihen des HSC Suhr Aarau ist greifbar. Der Aargauer NLA-Klub hat mit der 24:27-Heimniederlage gegen den RTV Basel seinen ersten Matchball auf den Einzug in die Finalrunde vergeben.

Nur eine Viertelstunde nach der Schlusssirene in der Aarauer Schachenhalle steht fest: Pfadi Winterthur hat dem HSC keine Schützenhilfe geleistet. Die Partie der Zürcher gegen den HC Kriens-Luzern endet mit einem 30:30-Unentschieden.

Nur noch ein Punkt Reserver

Nur noch einen Punkt Reserve auf den Strich hat der HSC Suhr Aarau nach der Pleite gegen Basel. Doch damit will sich HSC-Trainer Misha Kaufmann nicht befassen: «Mir ist völlig egal, wie diese Partie ausgegangen ist. Wir haben uns das sicher anders vorgestellt. So oder so: Am Sonntag wollen wir gewinnen.»

Den Sieg, oder zumindest einen Punkt dürfte seine Mannschaft am kommenden Sonntag gegen St. Otmar St. Gallen (Anpfiff: 18.00 Uhr) auch benötigen, um die Teilnahme an der Finalrunde nicht bei letzter Gelegenheit noch zu verspielen.

Auch für HSC-Rückraumspieler Mathias Müller ändert sich nichts an der Ausgangslage für seine Mannschaft: «Wir haben weiterhin alles in den eigenen Händen. Gewinnen wollen wir am Sonntag sowieso. Wir müssen nach den drei Niederlagen in Serie (inklusive Cup, d. Red.) unbedingt ein positives Zeichen setzen.»

Keine Schiedsrichter-Schelte

Trotz der kleinen Negativ-Serie gibt es Anzeichen dafür, dass sich der HSC die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen wird. So gab es gestern von keinem Exponenten des Teams auch nur ein negatives Wort über das Schiedsrichter-Duo zu hören.

Und das, obwohl die Unparteiischen gleich in mehreren strittigen Szenen fast konsequent gegen Suhr Aarau entschieden. Statt sich aber darüber in Rage zu reden, fokussierten sich die Spieler und der Trainer auf sich selbst und die verbleibende Aufgabe.

Schwächephasen kosteten die Partie

Die gestrige Niederlage fand ihren Ursprung auch nicht in der Schiedsrichterleistung, sondern viel mehr in der Darbietung des HSC. Vor 822 Zuschauerinnen und Zuschauern, darunter eine ansehnliche Delegation des FC Aarau, startete schwach in die Partie. Zur Pause lagen die als klarer Favorit in die Partie gegangenen Aargauer mit 11:14 zurück. Verloren war zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Dass der HSC trotz zwischenzeitlichem Acht-Tore-Rückstand in der Schlussphase noch einmal bis auf einen Treffer an den RTV herankam, deutete auf die intakte Mannschaft und den Glauben an die eigenen Stärken hin. Am Ende aber wog die Hypothek der Schwächephasen zu schwer.

Die Verletzten fehlten merklich

«An was es gelegen hat ist schwierig zu sagen», sagt Trainer Kaufmann. «Es dürfte wohl eine Mischung aus unserer eigenen Erwartungshaltung, dem Druck und der Nervosität gewesen sein, die uns gehemmt hat.»

Dass sein Team ab der 34. Minute der Partie nach seiner dritten persönlichen Zweiminutenstrafe auf Nikola Isailovic verzichten musste, dürfte die Aufgabe sicherlich nicht vereinfacht haben. Zumal mit Tim Aufdenblatten (Augenverletzung), Martin Slaninka (Meniskus) und Beau Kägi (Kreuzband) bekanntlich drei zusätzliche Leistungsträger verletzungshalber fehlten.

Drei Tage, um das Team aufzubauen

Trainer Kaufmann ist jetzt gefordert. Nur drei Tage bleiben ihm, um sein Team auf die abschliessende Hauptrunden-Partie gegen St. Otmar St. Gallen vorzubereiten. Er begann damit gleich beim gemeinsamen Pasta-Essen nach dem Spiel: «Vergesst sofort, was heute war. Wir haben immer noch alles in unseren eigenen Händen.» Das grosse Zittern klingt anders.

Schauen Sie hier die Partie im Livestream nach:

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