Pontoniere
Den Verhältnissen getrotzt: Jugend forscht am Rhein

Die Jungen des Sports massen sich in Laufenburg an den Schweizer Meisterschaften. Dabei zeigten sich die Aargauer von ihrer starken Seite.

Luca Muntwyler
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Das Brugger Duo Luca Potenza (l.) und Mathieu Cuvellier. Muntwyler

Das Brugger Duo Luca Potenza (l.) und Mathieu Cuvellier. Muntwyler

Kräftig stossen sich die Jungpontoniere ab. Der Start wurde freigegeben, der Wettkampf beginnt. Die Pontoniere des PSV Laufenburg führten am Sonntag die Schweizer Meisterschaften durch. Tempo und Präzision sind gefragt. Es gilt, den Parcours im Rhein so schnell und fehlerfrei wie möglich zu bewältigen.

Nach einem Einzelwettfahren am Samstag, massen sich am Tag darauf die besten Jungpontoniere der Schweiz in drei Alterskategorien. Der Parcours war lang und anspruchsvoll. Da blieb auch mal ein Stachel, mit dem sich die Pontoniere abstossen können, im Wasser hängen. Zu bewältigen gab es einige Schwierigkeiten. Sei es zu Beginn die Stachelfahrt am Rande des Rheins, zwischen den Stäben die Durchfahrt, das Umfahren des Felsens – in Laufenburg ein Brückenpfeiler, was die ganze Sache zu einer speziellen Angelegenheit macht – oder die Ziellandung. «So eine Arena wie hier, gibt es sonst nirgendwo», sagt OK- und Vereinspräsident René Leuenberger stolz.

Schon von klein auf kämpften sich die Jüngsten durch das fliessende Gewässer. «Bei den Kleinen wird beim Stacheln auf die Technik geschaut», erklärt Leuenberger. Im Gegensatz zu den Grossen, die neben einem längeren Parcours, das Stacheln auf Zeit machen müssen. Bei den Jüngsten werde dadurch mehr auf die Zusammenarbeit im Weidling geachtet und dass die beiden Jungpontoniere gleichzeitig und parallel zum Ufer stacheln. «Es ist wichtig, dass eine technische Grundausbildung da ist, um einmal ein grosser Sportler zu werden. Wenn das die Jüngeren erlernt haben, können sie immer noch schnell sein», sagt der Präsident weiter.

Eine grosse Herausforderung. Zudem wurde der sonst schon anspruchsvolle Parcours durch die windigen Bedingungen erschwert. Ausserdem ist es schwieriger, wenn man das Umfeld nicht kennt. «Der Rhein ist breiter als andere Flüsse und hat eher wenig Wasser. Vereine, die sonst in kleineren Gewässern trainieren, haben hier meist ein Problem.»

Die Aargauer haben dabei die Verhältnisse am besten überstanden. In jeder Kategorie gab es jeweils Gold und Bronze. Bei den Jüngsten setzten sich Bernardo Iadarola und Elias Schmid aus Sisseln durch, die Lokalmatadoren Vanessa Weber und Katja Steinacher von Laufenburg kamen auf den dritten Rang. In der zweiten Kategorie durften Manuel Guarda und Silvan Obrist aus Wallbach auf das oberste Treppchen steigen, Platz drei ging an Jérome Huber und Remo Mösli aus Schwaderloch. Bei den Ältesten siegten Reto Leemann und Kevin Greber aus Bremgarten, Sandro Lehmann und Silvan Näf aus Ottenbach wurden Dritte.

Weitere Bilder und ein Video online.

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