Eishockey
Den Reinacher Frauen missglückt Revanche im letzten Qualifikationsspiel

Die Aargauer NLA-Frauen verlieren gegen den EV Bomo aus Thun mit 3:6. Die Reinacher Aufholjagd wurde zu spät gestartet. Somit haben die Reinacherinnen vor der Masterround sieben anstelle von nur einem Punkt Rückstand auf die Thunerinnen.

Kathrin Aerni
Merken
Drucken
Teilen
Gefahr droht vor Reinachs Torhüterin Melina Landis.

Gefahr droht vor Reinachs Torhüterin Melina Landis.

Roland Jaus

Das Ziel der Oberwynentalerinnen war für das letzte Spiel der Qualifikation klar: Ein Sieg gegen Bomo Thun und die gleichzeitige Revanche für die Niederlage in Thun Ende September wollten realisiert werden. Damit hätten sie den Rückstand in der Tabelle auf die Thunerinnen im Hinblick auf die Masterround um einen Punkt reduzieren können. Schliesslich zeigte das Spiel im Reinacher Moos aber die Grenzen des neu zusammengesetzten Teams auf. Auch, dass man in der Nationalliga A ohne Ausländerinnen kaum eine Chance hat, vorne mitzumischen.

Die Berner Oberländerinnen legten einen Blitzstart hin: Drei Tore schossen sie innerhalb von zehn Minuten. Zwei weitere folgten im ersten Drittel. Die Reinacher Fans waren geschockt: Einer schüttelte empört den Kopf: «Das ist nichts Neues, dass unsere Spielerinnen das erste Drittel verschlafen.» In der Tat: Die Reinacherinnen wirkten lethargisch und waren immer einen Schritt zu spät.

15-Jährige markiert ersten Reinacher Treffer

Doch dann begann die grosse Aufholjagd: Das Team des neuen Coachs Patrick Klopfenstein bewies im mittleren und im Schlussdrittel, dass die Reinacherinnen ein ebenbürtiges Team sind. Das Zusammenspiel klappte immer besser und Torchancen wurden verwertet. Erfreulicherweise schoss die erst 15-jährige Natascha Brunner den ersten Treffer. Dann steigerte sich das Heimteam eklatant, sodass die Gegnerinnen zumindest im Schlussdrittel nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Die SCR-Frauen erzielten bis zur Schlusssirene insgesamt drei Treffer. Da sie aber bis zur 27. Minute bereits sechs Gegentore hinnehmen mussten, erwiesen sich die Reinacher Torerfolge lediglich als Resultatkosmetik.

Playoffs noch immer ein Thema

Coach Patrick Klopfenstein: «Unser primäres Ziel ist diese Saison der Ligaerhalt. Auch die Playoffs sind nach wie vor ein Thema.» Teamleiter Franz Pelloli ist ein Stein vom Herzen gefallen, dass er die beiden Slowakinnen Petra Pravlikova und Martina Velickova verpflichten konnte. Laut Pelloli ist nun auch für das letzte noch vorhandene Problem in Bezug auf eine Arbeit und Wohnung der Eishockeyanerinnen eine Lösung gefunden worden.

Treffen in Japan

Nächstes Wochenende werden die Reinacherinnen an einem internationalen Turnier in Japan die beiden Slowakinnen erstmals sehen. Die beiden jungen Eishockeyanerinnen haben bereits Olympia-Erfahrung gesammelt. Vor vier Jahren, als sie für die Slowakei in Vancouver antraten. Die beiden Ausländerinnen werden vermutlich bereits zum Start der Masterround am kommenden 16. November die Aargauerinnen verstärken. Das dürfte auch nötig sein: Denn dann trifft der SC Reinach auf die ZSC Lions, die amtierenden Schweizer Meisterinnen.