Schweizer Cup
Den Favoriten nicht lange genug ärgern können: Endingen im Cup out

Der TV Endingen scheitert im Cup-Achtelfinal am grossen Favoriten HC Kriens-Luzern mit 24:30, obwohl er zu Beginn der zweiten Halbzeit auf Augenhöhe agierte.

Fabio Baranzini
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Mit vereinten Kräften versuchen die Endinger die Angriffe der Zentralschweizer zu stoppen
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Luca Gottardi (Endingen) steigt höher als alle anderen
Bildergalerie Endingen - Kriens
Kreisläufer Leonard Pejkovic (Endingen) im Zweikampf
Karlo Ladan trifft für den TV Endingen
Flügel Luca Gottardi trifft für Endingen
Endingens Nemanja Sudzum wird hart verteidigt
Christian Riechsteiner vom TV Endingen im Abschluss
Christian Riechsteiner (Endingen) sucht den Abschluss

Mit vereinten Kräften versuchen die Endinger die Angriffe der Zentralschweizer zu stoppen

Fabio Baranzini

Der TV Möhlin hat es am Dienstagabend vorgemacht. Die Fricktaler haben im Schweizer Cup mit dem RTV Basel einen Vertreter aus dem Oberhaus aus dem Wettbewerb spediert und sind in die Viertelfinals eingezogen.

Und genau das wollte gestern Abend im Tägi Wettingen auch der TV Endingen schaffen. Mit dem HC Kriens-Luzern wartete jedoch kein Abstiegskandidat, sondern das aktuell viertbeste Team des Landes auf die Endinger, was die Aufgabe ungleich schwieriger machte.

Und so verliefen die Startminuten denn auch überhaupt nicht nach dem Geschmack der Gastgeber. Die Zentralschweizer starteten druckvoll und brauchten bei ihren Angriffen nicht allzu lange, um die Verteidigung der Heimmannschaft zu knacken. Diese tat sich im Gegenzug schwer im Angriff. Zu oft fehlte die nötige Präzision beim letzten Pass und es schlichen sich unnötige Ballverluste im Aufbau ein. Nach zehn Spielminuten lagen die Surbtaler bereits mit 3:9 im Hintertreffen und sahen sich gezwungen, ein Time Out zu nehmen.

„Das viel höhere Tempo von Kriens stellte uns vor Probleme. Zu Beginn war es auch für mich schwierig, mich auf die härteren und präziseren Würfe einzustellen“, so Torhüter André Willimann.

Doch auch nach der kurzen Auszeit änderte sich vorerst wenig. Kriens-Luzern kontrollierte das Geschehen und liess Endingen nicht näher kommen. Die Zurzibieter steckten jedoch nicht auf und fanden je länger je besser ins Spiel. Tor um Tor kamen sie wieder ran und mit der Pausensirene traf Flügel Luca Gottardi zum 14:18 Halbzeitstand.
Zu viele einfache Fehler
Bei Wiederanpfiff waren es diesmal die Endinger, die den besseren Start erwischten. Mit fünf teils spektakulären Paraden innerhalb von sieben Minuten hielt Torhüter André Willimann seine Mannschaft im Spiel und seine Vorderleute zeigten sich im Angriff plötzlich deutlich treffsicherer. So schmolz der Rückstand bis auf zwei Treffer und auch das Heimpublikum in der Tägihalle erwachte. Lag die Sensation trotz des schwachen Starts doch noch drin?

Nein, lautet die Antwort auf diese Frage. Die Endinger konnten ihre Druckphase nicht durchziehen und brachten sich mit vielen leichten Ballverlusten im Angriff um den Ertrag ihrer Aufholjagd. „Wir hätten wirklich die Chance gehabt, Kriens-Luzern länger zu ärgern und sie nervös zu machen. Wer weiss, was dann noch drin gelegen wäre“, gab der enttäuschte Trainer Fabian Ammann nach dem Spiel zu Protokoll. „Leider begingen wir im Angriff zu viele einfache Fehler und versuchten es daraufhin mit Einzelaktionen. Gegen diesen Gegner reicht unsere individuelle Klasse dafür aber nicht aus.“

Das zeigte auch die Statistik eindrücklich: Von der 39. Minute bis zum Spielende gelangen den Endingern nur noch fünf Treffer. Ganz klar zu wenig, um die routinierten Gäste aus der Zentralschweiz ernsthaft zu gefährden. „Es ist schade, dass uns die Konstanz im Angriff gefehlt hat“, sagte Willimann. „In den letzten Minuten ist uns die Kraft ausgegangen und wir haben den Klassenunterschied deutlich zu spüren bekommen.“ So blieb die Cupsensation aus und der HC Kriens-Luzern zieht dank einer über weite Strecken souveränen Leistung in die Viertelfinals ein.

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