Dass es für die Faustballer des STV Oberentfelden eine schwierige NLA-Saison werden würde, war nach den Abgängen von drei Stammspielern bereits vor Meisterschaftsbeginn klar. Entsprechend positiv war es zu werten, dass die Oberentfelder bislang in allen Partien – mit Ausnahme derjenigen gegen Schweizer Meister Wigoltingen – mithalten konnten. Entsprechend hatten sich die Jungs von Trainer Christian Zbinden zum Ziel gesetzt, in der vierten NLA-Runde gegen Schlusslicht Elgg-Ettenhausen zu punkten.

Doch dieser Plan ging nicht auf. Elgg-Ettenhausen erwischte einen guten Tag und bezwang gleich zum Auftakt Gastgeber Widnau mit 3:0. Und auch gegen Oberentfelden waren sie das Team, das konstant Druck erzeugen konnte und sich daher den Sieg verdiente. „Dominic Bächlin war der beste Angreifer auf dem Platz. Er war der einzige, der es geschafft hat, sowohl bei Rücken- als auch bei Gegenwind genügend Druck zu erzeugen“, so Christian Zbinden.

Spiel aus der Hand gegeben

Die Oberentfelder taten sich dagegen schwer, die nötige Konstanz an den Tag zu legen. Sowohl im Angriff, wie auch in der Verteidigung wechselten sich Licht und Schatten zu oft ab. «Gegen Elgg-Ettenhausen verpassen wir den Start komplett und verlieren den ersten Satz total unnötig», analysierte Zbinden. Diesem Rückstand liefen die Oberentfelder danach immer hinterher und mussten sich im ersten Spiel, das sie unbedingt gewinnen wollten, mit 0:3 geschlagen geben.

Im zweiten Spiel des Tages gegen den Tabellendritten aus Widnau konnten sich die Oberentfelder dann aber steigern. Sie erspielten sich eine 2:1-Satzführung gegen die Hausherren und lagen im vierten Durchgang 6:2 vorne. Zum zweiten Saisonsieg fehlten nur noch fünf Punkte. Doch die Oberentfelder verspielten die Führung und mussten sich am Ende mit 2:3 geschlagen geben. «Dass wir diese Partie aus der Hand gaben, war leider sinnbildlich für diese Runde. Wir hatten Widnau eigentlich im Griff, machen dann aber ein paar dumme Fehler und geben das Spiel wieder aus der Hand», so Zbinden.

Zu viele Schwankungen

Nach sechs gespielten Runden in der Nationalliga A liegen die Oberentfelder punktgleich mit Vordemwald auf dem zweitletzten Rang. Der Kantonsrivale hat allerdings zwei Spiele mehr bestritten als die Oberentfelder. «Unser Ziel wird daher sein, in den beiden Nachholspielen zu punkten, damit wir uns gegenüber Vordemwald einen Vorsprung erarbeiten können. Klar ist aber auch, dass wir uns dafür ganz klar steigern müssen. Wenn wir weiterhin so viele Schwankungen in unserem Spiel haben, wird das nicht reichen», spricht Trainer Christian Zbinden Klartext. Die Oberentfelder haben nun beinahe einen Monat Zeit, um sich auf die Doppelrunde vom 24/25. Juni vorzubereiten.