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Dem Velokanton Aargau gehen die Mannschaften aus

Halten die Aargauer Velo-Fahne hoch: Die Fahrerinnen und Fahrer vom «BH CyclingTeam».

Halten die Aargauer Velo-Fahne hoch: Die Fahrerinnen und Fahrer vom «BH CyclingTeam».

Nach der Auflösung von «Atlas-Personal» ist das «BH-Cycling Team» die einzige verbliebene Aargauer Radmannschaft. Die sportliche Leitung setzt voll auf den Nachwuchs und Frauen.

Das von Ernesto Hitz (Wohlen) und Stefan Weiss (Sulz) geleitete «BH-Cycling Team» ist das einzige Aargauer Radteam, das die am kommenden Sonntag im Jura beginnende Schweizer Strassensaison in Angriff nimmt. Waren im Kanton bis vor kurzem noch zwei in der dritthöchsten Profikategorie startende «Continental-Teams» beheimatet, gibt es nach der Auflösung von «Atlas-Personal» nur noch die Mannschaft «BH CyclingTeam».

Sprungbrett in die Elitekategorie

Das letzte verbliebene Strassenteam aus dem Velokanton sieht sich in erster als Ausbildungsstätte. «Wir haben uns für diese Saisondem Nachwuchs verschrieben. Deshalb haben wir keine Elite-Fahrer, sondern nur noch U23-Sportler und Frauen in der Mannschaft» erklärt Ernesto Hitz. Damit soll jungen Radsportlern der Sprung vom Nachwuchs in die Elitekategorie ermöglicht werden. Zumindest bei den U23-Fahrern sieht man sich als reines Aargauer-Team.

So wurden die beiden Fricktaler Iwan Hasler (Gipf-Oberfrick/VMC Schupfart) und Diego Wendelspiess (Möhlin/VC Kaisten), die letztes Jahr noch bei den Junioren fuhren, neu integriert. Zusammen mit Timo Güller (Schwaderloch/RV Sulz) und Styfen Schär (Möhlin/VMC Zeiningen), die beide schon letztes Jahr zum Team gehörten, bilden diese vier Fahrer eine starke Fricktaler Fraktion. Als einziger Nicht-Fricktaler gehört Konstantin Wyss (Bettwil/VC Wohlen) der Mannschaft an.

Zu wenig Frauen

Bei den Frauen wurde über die Kantonsgrenzen hinaus geschaut: Zu den bisherigen Tanja Schmid (Sulz/VMC Gansingen) und Laura Mäder (Wiedlisbach) sind mit Jennifer Sägesser (Niedergösgen) und Corinne Overney (Hauteville) zwei neue Fahrerinne dazugestossen.

Sie bilden im BH-Cycling-Team eine schlagkräftige «Frau-Schaft». Team-Manager Ernesto Hitz, der auch Präsident des VC Wohlen ist, kann das recht sein: «Mit unserem Engagement wollen wir zwar den Aargauer Radsport unterstützen und fördern.

Bei den Frauen war dies jedoch nicht so einfach. Hier mussten wir uns auch für Fahrerinnen von ausserhalb dem Rüebliland öffnen. Es gibt im Aargau ganz einfach zu wenig Frauen, die den Radsport rennmässig ausüben.»

Die Teamverantwortlichen sind jedoch überzeugt, dass sich diese Öffnung auszahlen wird: «Vor allem bei den Frauen haben wir mit vier Sportlerinnen eine bessere Präsenz. Sie können sich untereinander beflügeln und an den Rennen sicher auch mehr bewirken wie wenn sie einzeln unterwegs sind. Dieser Erweiterung und den sich daraus ergebenden Impulse sehen wir mit Interesse entgegen.»

Noch Lehrgeld bezahlt

Ein Trainingslager auf Mallorca und erste Rennen in Frankreich, wo die Aargauer in den auffällig roten Trikots allerdings auf Elitefahrer stiessen und noch wacker Lehrgeld bezahlen mussten, haben im Team eine gute Stimmung entstehen lassen.

Da beim «BH-Cycling-Team» die Schweizer Rennen im Vordergrund stehen, geht es am Sonntag im Jura mit dem «GP La Courtine» richtig los. Auf den heimatlichen Strassen will das Team in der Saison 2014 für das eine oder andere Ausrufezeichen sorgen.

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