FC Wohlen

Dem FC Wohlen fehlt die Kraft und das Glück im Abstiegskampf

Wohlens Captain Michael Winsauer konnte die Niederlage nicht verhindern.

Wohlens Captain Michael Winsauer konnte die Niederlage nicht verhindern.

Die Freiämter verlieren gegen Wil 1:2 und bleiben damit auf einem Abstiegsplatz. Zum Ausgleich fehlte nicht viel, die Niederlage geht aber in Ordnung. Dies sah auch FCW-Präsident Andy Wyder so, die Wiler seien physisch deutlich überlegen gewesen

Nach 50 Minuten hielt es Ryszard Komornicki nicht mehr auf der Bank: Der Trainer des FC Wohlen tigerte im Fünfmeterraum hin und her und schrie Anweisungen aufs Spielfeld. Der Pole fand keine Ruhe mehr. Die Spannung stieg. Noch lautete das Resultat 1:1. Ein Punktgewinn gegen den FC Wil wäre vor dem Heimspiel gegen Brühl am nächsten Samstag Gold wert gewesen.

Sah Komornicki das Unheil kommen? Noch vor Ablauf einer Stunde traf Wils Goalgetter Dzengis Cavusevic mit einem Schuss aus 18 Metern in die rechte hohe Torecke zum 2:1. Nach 70 Minuten riskierte Komornicki alles und brachte mit Nenad Bijelic einen zweiten Stürmer. Und ausgerechnet Bijelic hatte Sekunden vor dem Schlusspfiff das 2:2 auf dem Fuss. Weil der Joker den Ball aber nicht richtig traf, blieb es beim knappen, aber verdienten Erfolg der Ostschweizer.

Viele gute Chancen

Die Partie im Stadion Bergholz vor 1050 Zuschauern begann mit zwei Paukenschlägen: Nach einem Freistoss von Sergio Bastida köpfelte Fabian Schär den Ball am entfernten Pfosten völlig frei stehend ins Tor. Zu diesem Zeitpunkt waren noch keine zwei Minuten gespielt. Kurze Zeit später trat Thomas Weller einen Freistoss in Richtung Fünfmeterraum - und nachdem Michael Winsauer den Ausgleichstreffer noch knapp verpasst hatte, knallte Gaspar das Streitobjekt aus kurzer Distanz zum 1:1 in die Maschen.

Und als Alex De Lima Gaspar nach 24 Minuten mit einem Musterpass bediente, hatte der Brasilianer sogar den Führungstreffer für die Freiämter auf dem Fuss. Statt ins Tor traf Gaspar aber nur das Aussennetz. Auf der Gegenseite vergaben Anatol Ngamukol, Adis Jahovic und Cha ebenfalls hochkarätige Möglichkeiten.

Fehlendes Glück

Weil der FC Wil sehr hoch stand und alles auf die Karte Offensive setzte, ging der offene Schlagabtausch während der zweiten Halbzeit weiter. Bastida traf in der 47. Minute mit einem herrlichen Schuss aus 22 Metern die Latte. Der Knaller des Argentiniers war der Auftakt zu einer turbulenten und spannenden Phase mit Vorteilen für Wil.

Als Cavusevic zum 2:1 traf schien Wohlen geschlagen. Torhüter Flamur Tahiraj hielt sein Team mit Glanzparaden gegen Jahovic und Ngamukol allerdings im Spiel. Und hätten Gaspar und Bijelic in der Schlussphase mit ihren Abschlussversuchen etwas mehr Glück gehabt, so wäre am Ende sogar noch ein Punktgewinn möglich gewesen.

So sah es auch FCW-Präsident Andy Wyder: «Am Schluss hat nicht viel zum 2:2 gefehlt. Der FC Wil hat den Sieg allerdings verdient. Einfach deshalb, weil er uns nach der Pause bezüglich Physis deutlich überlegen war. Nun gilt unser Augenmerk einzig und allein dem Spiel gegen den Tabellenletzten Brühl. Da müssen unter allen Umständen drei Punkte her.»

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