NLA-Handball

Dem Corona-Virus getrotzt: Der HSC Suhr Aarau besiegt St. Otmar und beendet seine Niederlagenserie

Der HSC Suhr Aarau besiegt St. Otmar St. Gallen vor 461 Zuschauern in der Aarauer Schachenhalle mit 24:22. Mit dem Sieg rücken die Aargauer in der Tabelle bis auf einen Punkt auf die viertplatzierten Ostschweizer auf. Zur Pause war das Heimteam noch mit 9:10 zurückgelegen.

Nach der Schlusssirene werden die HSC-Spieler Lukas Laube, João Ferraz, Tim Aufdenblatten und Dragan Marjanac gleich für den Test aufgeboten. Es geht dabei nicht etwa um das derzeit die Schlagzeilen dominierende Corona-Virus, sondern um Doping. Die vier genannten Akteure müssen allesamt zum Urintest antreten.

Zuvor besiegte der HSC Suhr Aarau St. Otmar St. Gallen nach einer unnötig dramatischen Schlussphase mit 24:22. Unnötig deshalb, weil das Heimteam zwölf Minuten vor der Schlusssirene noch mit sechs Treffern (20:14) vorne gelegen war.

Doch das kümmerte am Ende niemanden mehr. Der HSC beendet dank des Sieges die Serie von zuletzt drei Niederlagen und vier sieglosen Partien in Folge.

Keine Gedanken an Niederlagenserie

«Daran haben wir gar keine Gedanken verschwendet, uns gar nicht erst davon verunsichern lassen», sagte der linke Flügel Timothy Reichmuth. Der 21-Jährige kam gestern Abend erstmals seit seiner Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber über die volle Distanz der Partie zum Einsatz.

«Am Samstag in Thun hat es mir für einen Teileinsatz von 20 Minuten gereicht, da spürte ich manchmal die Müdigkeit. Heute fühle ich mich nach 60 Minuten Einsatz gut. Das gibt mir wieder Selbstvertrauen in meinen Körper», sagt Reichmuth, der vier Treffer erzielte.

David Poloz fehlte verletzt

Während Reichmuth – und auch Sergio Muggli – nach ihren längerfristig andauernden verletzungsbedingten Absenzen langsam aber sicher wieder zum Faktor auf der Platte werden, stand der rechte Flügel David Poloz am Mittwochabend nicht zur Verfügung.

Der 25-jährige Tscheche hat sich in der Schlussphase des Thun-Spiels eine Knochenprellung im Knie zugezogen.

Wegen Corona-Virus: Cupfinal wird wohl verschoben

Am Ende trotzte neben den spärlich erschienenen 461 Zuschauerinnen und Zuschauern – das entspricht in etwa der Hälfte, einer normalen Wochentags-Partie – auch der HSC dem Corona-Virus und schloss in der NLA-Tabelle dank des Sieges bis auf einen Punkt an die viertplatzierten Ostschweizer auf.

Das Corona-Virus und vor allem dessen Auswirkungen waren in der Schachenhalle aber auch sonst ein Thema. Unter anderem mit Blick auf den ursprünglich auf Sonntag, 15. März, angesetzten Cupfinal zwischen dem HSC und den Kadetten Schaffhausen.

Derzeit deutet alles darauf hin, dass das Highlight unter den gegebenen Umständen nicht durchgeführt und stattdessen verschoben wird. Offiziell wollte sich auf Anfrage der «Aargauer Zeitung» beim Verband allerdings gestern Nachmittag (noch) niemand zur Thematik äussern.

Sie haben die Partie verpasst? Sehen Sie sie in der Aufzeichnung des Livestreams hier nach:

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