Basketball

Dejan Hohler erhält private Verstärkung aus Slowenien

Haben ihr Glück in der Schweiz gefunden: Basketballer Dejan Hohler und seine Frau, Volleyballerin Ivana.

Haben ihr Glück in der Schweiz gefunden: Basketballer Dejan Hohler und seine Frau, Volleyballerin Ivana.

Vor seiner zweiten NLB-Saison mit Alte Kanti Aarau erhält Dejan Hohler Gesellschaft von seiner Ehefrau Ivana. Durch den Rückhalt seiner Frau, die bei Baden ebenfalls in der NLB Volleyball spielt, wird er in dieser Spielzeit wohl noch stärker.

«Eigentlich ist das Leben hier in der Schweiz ganz ähnlich wie in Slowenien», sagt Dejan Hohler, seinerseits Profi beim BC Alte Kanti Aarau. Gleichwohl fühlt sich der 27-Jährige manchmal einsam. Neben seiner neuen «Basketball-Familie» kennt er erst wenige Leute hier in der Schweiz persönlich.

Vor fünf Wochen heiratete Hohler während seiner Sommerferien in Slowenien seine langjährige Partnerin und lebt nun mit ihr in der Aarauer Altstadt. Gemeinsam wollen beide in nächster Zeit unbedingt ihr Deutsch verbessern. Das geht so weit, dass das Ehepaar zu Hause absichtlich nur noch Deutsch anstelle von Slowenisch spricht.

Starke Frau an seiner Seite

Auch seine Frau Ivana ist als Volleyballerin sportlich aktiv. Aktuell spielt sie in der NLB beim Volleyballklub Kanti Baden und absolviert parallel ein Fernstudium. «Sie hat das Potenzial, in der Nationalliga A zu spielen, aber sie will sich zuerst darauf konzentrieren, hier richtig Fuss zu fassen», erklärt der Basketballer. Für Dejan Hohler ist sie eine riesige Stütze und hat vollstes Verständnis für seine Karriere.

Teamleader durch und durch

Dejan Hohler fühlt sich bei Alte Kanti Aarau so richtig wohl. «Dr. Basketball», wie er hier von allen liebevoll genannt wird, war in der letzten Saison als Point Guard der Teamleader schlechthin und führte das Team auf dem Feld mit grossem Erfolg. Mit ihm holten sich die Aarauer in der letzten Saison den Ligatitel zum zweiten Mal in Folge. Trotzdem verzichtete der BC Alte Kanti Aarau aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg. Hohler kennt die Problematik, sieht seine Aufgabe als Profi jedoch darin, seinen Job als Spieler bestmöglich auszuführen.

Mehr Zuschauer mit neuer Halle

«Aber eine neue oder zumindest eine renovierte Halle wäre schon ein Traum», findet Hohler. Er vermutet, dass die durchschnittliche Zuschaueranzahl durchaus bis auf 2000 ansteigen könnte. Doch gleichzeitig wäre es auch ein grosser Verlust für den Verein. «In der Telli-Halle ist die Atmosphäre immer grossartig, auch deshalb haben wir in der letzten Saison zu Hause keine einzige Partie verloren», bemerkt Dejan Hohler zur in die Jahre gekommenen Halle, die von Ligakonkurrenten auch als «Bunker» oder «Backofen» bezeichnet wird.

Doch noch einmal Euroleague?

Der 27-Jährige stand in Slowenien, Kroatien und Griechenland in den besten Ligen Europas unter Vertrag. Damals hatte er auch in der Euroleague Auftritte und befand sich im ganz grossen Scheinwerferlicht. «Ein wenig vermisse ich diese Spiele schon, doch die Teamstimmung war damals nicht annähernd so gut, wie sie hier in Aarau ist», schwärmt Hohler, der noch viele weitere Jahre in der Schweiz verbringen möchte. Nichtsdestotrotz wird ihm die Atmosphäre der Champions League des Basketballs für immer in nostalgischer Erinnerung bleiben. Wer weiss, vielleicht klappt es eines Tages sogar noch einmal mit Alte Kanti Aarau.

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