FC Aarau

Davide Callà: «Das Brügglifeld ist kultig»

Davide Callà bleibt bis 2015 beim FC Aarau.

Davide Callà bleibt bis 2015 beim FC Aarau.

Eine Woche nach dem 2:0-Sieg im Cup empfängt der FC Aarau im Spitzenkampf der Challenge League ein weiteres Mal die AC Bellinzona. Mit Davide Callà kehrt der Goalgetter und Assist-König in die Startelf der Aarauer zurück.

Im Interview mit der Zeitung «Der Sonntag» spricht Aaraus Davide Callà über seine Verletzung, eine Vertragsverlängerung, alte und neue Stadien.

Davide Callà, lieben Sie das Brügglifeld?

Davide Callà (lächelt): Ja, natürlich. Das Brügglifeld ist kultig. Wenn man gewinnt, macht es Spass, in diesem Stadion zu spielen.

Sie haben mit Wil, St. Gallen, Servette und GC in Aarau gespielt: Warum ist es für die Gegner im Brügglifeld so schwierig?

Im Brügglifeld ist es wie früher im St. Galler Espenmoos: Es herrscht eine spezielle Atmosphäre. Die Zuschauer sind nahe beim Spielfeld. Bei alten Stadien springt der Funken von den Fans zu den Spielern schnell. Da kann man tatsächlich von einem Heimvorteil sprechen. Ist Aarau im Rückstand, dann braucht es zwei, drei gute Aktionen: Und schon sind die Zuschauer wieder da.

Wie wichtig ist ein neues Stadion für den FC Aarau?

Sehr wichtig. Die Inbetriebnahme vom Basler St. Jakob-Park hat in der Schweiz einen Trend ausgelöst. Die andern Klubs haben gespürt, was mit einem neuen Stadion möglich ist. Der FCB konnte mehr Geld generieren. Die Suche nach Sponsoren wurde leichter. Für die Spieler ist es attraktiver, in einem neuen Stadion aufzulaufen. Glücklicherweise hat man in Bern, Genf, Luzern, St. Gallen und Neuenburg den Pioniergeist der Basler aufgenommen und ebenfalls schöne Sportstätten errichtet. Für die Zukunft des FC Aarau ist es wichtig, dass ein neues Stadion kommt.

Ist ein neues Stadion der Hauptgrund für Sie, den Ende Saison auslaufenden Vertrag beim FC Aarau zu verlängern?

Ich fühle mich wohl in Aarau und werde meinen Entscheid nicht von einem neuen Stadion abhängig machen. Es wäre allerdings eine Motivationsspritze. Für mich muss das Gesamtpaket stimmen. In sportlicher und finanzieller Hinsicht. Die Ziele des Vereins müssen sich mit meinen Zielen decken. Ich werde in der Winterpause mit den Klubverantwortlichen an einen Tisch sitzen und verhandeln.

Im Fussball geht es schnell: Im Sommer sprach kaum jemand von Ihnen. Jetzt sind Sie beim FC Aarau der Mann der Stunde: Haben Sie Angebote aus der Super League?

Ich weiss nichts davon, kann mir aber vorstellen, dass der eine oder andere Verein auf mich aufmerksam geworden ist.

Sie haben vier schwierige Operationen im rechten Knie hinter sich. Nach dem Derby gegen Wohlen waren Sie verletzt. Wie schlimm ist es?

Nicht schlimm. Ich habe mir eine starke Prellung am Schienbein zugezogen. Im Knochen hat sich Flüssigkeit angesammelt. Nach einer zweiwöchigen Pause ist alles wieder gut.

Hält Ihr rechtes Knie tatsächlich?

Glauben Sie mir: Mit dem Knie ist alles in Ordnung. Es ist ja rührend, dass sich alle um mich Sorgen machen. Anderseits nervt die ganze Sache auch. Bei mir wird wegen der kleinsten Verletzung ein Riesentheater gemacht.

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