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David Sesa beim FC Wohlen mit besseren Karten als Martin Rueda

Beim FC Wohlen spricht vieles dafür, dass nächste Woche David Sesa als Trainer für die nächste Saison bestätigt wird. Ein Entscheid der Vernunft, auch wenn das Herz auch ein wenig für Martin Rueda schlägt.

Ruedi Kuhn und Hannes Hurter
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David Sesa – am Sonntag gegen Wil, nächste Woche in die Zukunft mit Wohlen.

David Sesa – am Sonntag gegen Wil, nächste Woche in die Zukunft mit Wohlen.

foto-net / Alexander Wagner

Es ist eher selten, dass sich zwischen Präsident und Trainer im Laufe der Zeit eine Freundschaft bildet. In Klubs mit Profibetrieb jedenfalls. Der Erfolgsdruck ist zu gross. Beim FC Wohlen ist das anders. Der Vereinsverantwortliche Andy Wyder und Martin Rueda sind Freunde. Nach Ruedas Entlassung bei den Young Boys am vergangenen Sonntag telefonierte Wyder mit dem Spanier. «Die ganze Sache tut mir leid», sagt der Klubboss. «Ich habe versucht, ihn zu trösten. Ich bin sicher, dass für Martin auch wieder bessere Zeiten kommen werden.»

Rueda bereits dreimal beim FCW

Bessere Zeiten? Kommen die schon bald? Kehrt Rueda auf die nächste Saison hin etwa zum FC Wohlen zurück? Eine Überraschung wäre es nicht. Rueda trainierte die Freiämter schon in der Saison 1999/2000, von 2001 bis 2004 und von 2007 bis 2010. 2002 führte er den Verein in die Challenge League. Vielleicht sind im Fall von Wohlen und Rueda aller guten Dinge vier und nicht drei. Wyder winkt ab und sagt: «Für Rueda ist die Türe beim FC Wohlen zwar immer offen, momentan ist er bei uns allerdings kein Thema.» Geschäftsführer Urs Bächer doppelt nach: «Die Sache mit Rueda ist weit her geholt. Er muss wohl erst einmal den Abgang von YB verkraften. Die Trainerfrage wird höchstwahrscheinlich in der nächsten Woche entschieden.» Rueda selbst war in dieser Woche nicht zu erreichen. Er ging auf Tauchstation und gönnt sich momentan wohl einige Tage Urlaub in Spanien.

Sesa hat sich empfohlen

Wie heisst das Trainerduo des FC Wohlen in der Saison 2013/14 nun aber konkret? Höchstwahrscheinlich David Sesa und Umberto Romano. Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren. Sesa will bleiben und hält bezüglich Vertragsverlängerung gute Karten in den Händen. Mit dem Ligaerhalt hat der 39-Jährige das Minimalziel erreicht. Der Rückstand auf einen Platz im Mittelfeld ist gering. Dank der ruhigen, sachlichen und souveränen Art hat sich Sesa innerhalb des Vereines Respekt verschafft.

Ausserdem ist es ihm gelungen, mit Joel Kiassumbua, Agron Mustafi, Tihomir Grabovica und Dejan Miljkovic Talente an die erste Mannschaft heranzuführen. Nach dem 2:1-Sieg in Vaduz kann der Jungtrainer im heutigen Heimspiel gegen Wil erneut Werbung in eigener Sache machen. Verletzungsbedingt fehlen auf Seite des FC Wohlen Selver Hodzic, Etienne Manca und Hemza Mihoubi.

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