Schwimmen
David Karaseks goldener Stresstest

Der Aargauer gewinnt bei seinem Kurztrip sechs Medaillen und pulverisierte regelrecht seine persönliche Bestmarke über 200 m Lagen.

Rainer Sommerhalder
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David Karasek

David Karasek

Keystone

Kommt David Karasek auf seinem geplanten Weg an die Olympischen Spiele 2012 noch ins Grübeln? Der 23-Jährige aus Meisterschwanden stand an den Schweizer Meisterschaften zwar in seinen Paradedisziplinen 200 m und 400 m Crawl wie gewünscht auf dem Podest (Silber und Bronze) und qualifizierte sich für die Universiade im Sommer in China.

Seinen Meistertitel gewann der Seetaler Goldfisch allerdings über 200 m Lagen. Dabei pulverisierte Karasek seine persönliche Bestmarke richtiggehend.

Das Training im konditionellen und Kraft-Bereich an der Universität von Virginia, wo der Student seit mehr als einem Jahr lebt, zahlt sich in stärkeren Schwimmleistungen auf der Delfin- und Rückenstrecke aus. Leistungsmässig eingebüsst hat Karasek hingegen in der technischen Disziplin Brust. Trotzdem erscheint die Lagen-Disziplin als eine ernsthafte Alternative für künftige Grosstaten.

Insgesamt hamsterte der Aargauer sechs Medaillen (Bronze auf der langen Lagenstrecke und zweimal Silber mit der Staffel). Mit dieser Ausbeute und den geschwommenen Zeiten war Karasek mehr als zufrieden, denn die SM-Teilnahme erwies sich für ihn als veritabler Stresstest.

Nach den US-Ostküsten-Meisterschaften und den amerikanischen Universitäts-Meisterschaften bestritt er in Genf den dritten mehrtägigen Wettkampf innert dreier Wochen. Kam hinzu, dass er erst am Tag vor den Titelkämpfen in die Schweiz reiste und neben der Zeit- auch die Bassin-Umstellung von 25 Yard (gut 22 Meter) auf 50 Meter zu verkraften hatte.

Zeit für eine Siegesfeier blieb ebenfalls nicht. Am Montagmorgen sass David Karasek wieder im Flugzeug in Richtung Charlottesville, wo er heute Dienstag zur Uni-Prüfung antritt.

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