Seit der 1:4-Niederlage gegen den Direktkonkurrenten Yverdon scheint ein Ligaerhalt beinahe unmöglich. Sechs Punkte beträgt der Abstand auf den rettenden siebten Platz. Die Stimmung im Team bleibt aber trotz brenzliger Lage positiv. «Wenn wir gegen Zürich ein gutes Spiel spielen, können wir Selbstvertrauen tanken. Das brauchen wir unbedingt», beschreibt Verteidigerin Michelle Stierli die Lage.

Bringt Licht ins Dunkle: Das sagt Stephanie Erne nach der Schlappe gegen Yverdon.

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Durch den Fakt, dass der Ligaerhalt fast unmöglich ist, will sich Stierli aber nicht beeindrucken lassen. «Wir dürfen einfach unsere Köpfe nicht hängen lassen. Wenn wir als Team agieren und zusammen an einem Strick ziehen, ist der Ligaerhalt möglich. Wir müssen es nur wollen.»

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Es ist der mentale Faktor, an dem die Aarauerinnen zu kämpfen haben. Wenn es ein Gegentor gibt, ist die Hoffnung schnell weg. Viel zu schnell. Man vergibt Punkte aus Spielen, in denen man mithalten konnte. Punkte, mit denen man viel näher am rettenden siebten Platz wäre. Aber eben nur wäre. Und genau das wollen die FCA-Frauen in den letzten sieben Spielen besser machen als zuvor.

Deutlicher Klassenunterschied

Der Klassenunterschied zu den Zürcherinnen lässt sich auch am Torverhältnis aus den vergangenen drei Duellen aufzeigen: Die Zürcherinnen dominieren klar mit 14:2 Toren. Die Zürcherinnen schiessen gegen Aarau also fast fünf Tore pro Spiel. Die Aarauerinnen nur deren 0.6.

Wie kann man nun aber gegen eine erneute hohe Niederlage ankämpfen? Michelle Stierli erklärt: «Wenn es einmal kracht, dann schlägt es immer wieder auf unser Tor ein. Wir wollen nun unsere Konzentration über 90 Minuten beibehalten und ein gutes Spiel spielen. So wie wir es beim ersten Spiel gegen Zürich (0:2) getan haben.» Ein durchaus realistisches Ziel.

«Wir wissen, dass es schwierig ist gegen Zürich einen Punkt zu holen. Wir wollen aber als Einheit auftreten und gut mitspielen. In dieser Partie geht es mehr um das Selbstvertrauen, als um Punkte», sagt Stierli. Ein Punkt liegt also trotz der verheerenden Lage nicht im Fokus. Vielmehr soll Selbstvertrauen für die darauffolgenden Spiele getankt werden, um sich der «Mission Ligaerhalt», die mittlerweile zur «Mission Impossible» wurde, zu stellen und den Verbleib in der NLA zu schaffen.