Karriereplanung

Das Ziel lautet immer einen Schritt voraus zu sein

Die Teilnehmer der Veranstaltung Athletenbetreuung in Aarau informieren sich über ihre Rolle in Bildungsfragen.

Die Teilnehmer der Veranstaltung Athletenbetreuung in Aarau informieren sich über ihre Rolle in Bildungsfragen.

Dem Athletenbetreuer kommt in der Umfeldgestaltung von Leistungssportlern eine zentrale Rolle zu. Vor allem in den Schlüsselmomenten muss er die richtigen Fäden ziehen.

Heute im Wettkampf die richtigen Dinge tun, morgen in der Ausbildung den optimalen Weg wählen. Junge Sporttalente sind laufend vor Entscheidungen gestellt. Dabei benötigen sie Unterstützung. Vor allem auch, um heute schon zu wissen, was morgen zu geschehen hat. Denn es gibt aus Sicht von Schule und Ausbildung immer wieder Schlüsselmomente in der Karriereplanung, die man nicht verpassen darf. Gut, gibt es den Athletenbetreuer.

In Ausbildungsfragen zulegen

Dieser kann, wenn er fleissig ist, hundert Dinge für seinen Schützling erledigen. Will er seinen Job jedoch wirklich gut erledigen, dann stellt er in entscheidenden Momenten die richtigen Weichen. Seit diese Funktion geschaffen wurde und seit die Vereinbarung der Sektion Sport des Kantons Aargau mit den 13 regionalen und nationalen Stützpunkten den Athletenbetreuer vorschreibt, hat sich viel Know-how angesammelt. Auf dem sportlichen Parkett bewegen sich die Athletenbetreuer heute stilsicher und sind ihren Schützlingen eine grosse Hilfe.

Wenn es darum geht, beim Weg der Ausbildung im richtigen Zeitpunkt den richtigen Ansprechpartner zu wählen, fehlt hingegen oft die Routine. Häufig sei es schon fast zu spät, wenn er eingeschaltet werde, sagt Frank Kress, der Sportkoordinator der Handelsschule KV Aarau. Er gestaltet die schulischen Belange jener Leistungssportler, welche eine KV-Ausbildung einschlagen.

Je früher desto besser

«Nehmt so schnell wie möglich Kontakt mit mir auf, wenn es um den Ausbildungsplatz eurer Sportler geht», appellierte Kress an der Veranstaltung Athletenbetreuung in Aarau. Oft seien Überzeugungsarbeit und Verhandlungsgeschick entscheidend, ob ein Arbeitgeber die Herausforderung annimmt, einem Leistungssportler eine Lehrstelle anzubieten. Kress kann aus langjähriger Erfahrung viele positive Beispiele nennen. Seine Unterstützung ist für das Umfeld der Talente und auch für die Lehrmeister Gold wert.

Erste schulische Weichen stellen muss der Athletenbetreuer bereits früher, wenn es auf Sekundarstufe I um einen möglichen Platz in der Sportschule Buchs-Rohr geht. Die Praxis zeigt, dass zu kurzfristige Planung immer wieder für schwierigere Lösungswege sorgt. Wissen über Abläufe, Vorgehen und Kontakte bringt entscheidende Vorteile.

Ist der koordinierte Weg von Sportkarriere und Berufsausbildung erst einmal gefunden, bedeuten klare und realistische Zielvereinbarungen sowie mit Schule und Lehrmeister koordinierte Trainingspläne die Basis dafür, dass sich der Athlet auf das Wesentliche fokussieren kann. Die Instrumente dafür, dass dies gelingt, stehen im Aargau dank der speziellen Schul- und Bildungsmodelle zur Verfügung. Der Athletenbetreuer muss jetzt dafür sorgen, dass die richtigen Töne darauf gespielt werden.

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