Ganze drei Punkte trennen nun den Tabellenzweiten vom -vorletzten. So kann sich das Team Argovia trotz der beiden Niederlagen noch auf dem 2. Tabellenrang punktgleich mit der BV St. Gallen-Appenzell "behaupten". 

Wie fast erwartet trat St. Gallen-Appenzell mit sehr veränderter Aufstellung gegenüber dem Hinspiel an. Ihr stärkster Herr spielte statt im Einzel im Doppel und Mixed. So hatte Pedro Martins im 1. Herreneinzel wenig Mühe. Parallel ging ebenso klar (etwas überraschend) das Damendoppel mit Lea Müller/Ronja Stern verloren. In einem der beiden folgenden Spiele, dem 2. Herreneinzel, konnte sich Tobias Künzi durchsetzen.

Flurin Furrer zeigte im 3. Herreneinzel bei seinem NLA-Debüt – er sprang für Joel König ein, der krankheitsbedingt nicht spielen konnte – einen sehr guten Einsatz und ein starkes Spiel. Gegen den erfahrenen Altmeister Christoph Heiniger (der Hallenspeaker kündigte ihn beinahe als „alten Herren“ an, konnte sich aber so gerade noch retten) reichte es dann nicht ganz zum Satzgewinn im 2. Satz. Er verlor diesen knapp 18:21.

Schlagabtausch im Herrendoppel

So ging es beim 2:2-Zwischenstand mit dem 1. Herrendoppel und Dameneinzel weiter. Das Herrendoppel, zwischen den beiden Russen Nikita Khakimov/Andrey Parakhodin und die für BV St. Gallen-Appenzell spielenden Akteure aus Indonesien entwickelte sich zum Schlagabtausch. Dominierten die Argovianer klar zu Beginn (und alle dachten, das wird eine klare Sache), kippte die Begegnung Ende des 1. Satzes, auch wenn der noch 22:20 (nach 20:13-Führung) gewonnen wurde.

Im 2. und 3. Satz klappte nichts mehr und das Spiel ging so an BV St. Gallen-Appenzell. Im Dameneinzel gab es die erwartete Niederlage von Mirjam Abegglen, die nochmals kämpferisch in der NLA einsprang und schon am Morgen in der NLB gespielt und gepunktet hatte. Gegen die starke Jenny Stadelmann (Schweizerin mit indonesischen Wurzeln) hatte sie dennoch keine realistische Chance.

Mirjam Abegglen bei ihrem Einsatz in der NLA.

Mirjam Abegglen bei ihrem Einsatz in der NLA.

So mussten die verbliebenen beiden Begegnungen, das 2. Herrendoppel und das Mixed, gewonnen werden, sollte noch ein Remis erreicht werden. Während Tobias Künzi mit Pedro Martins in einem spannenden Spiel das 2. Herrendoppel im 3. Satz entscheiden konnten, lief im Mixed bei Lea Müller mit Nikita Khakimov an dem Tag nichts zusammen. Bei ihren Gegnern, einer weiteren indonesischen Paarung, klappe dafür alles. So hiess es abschliessend 3:5 gegen das Team.

Spektakel für die Zuschauer

Die Begegnung begann mit zwei starken Spielen (für die Zuschauer): dem 1. Herreneinzel und dem 1. Herrendoppel. Nikita Khakimov/Andrey Parakhodin spielten beherzt auf und zogen dieses Mal ihr Spiel klar in zwei Sätzen durch. Pedro Martins zeigte anfangs ein sehr starkes Spiel, musste im 3. Satz aber gesundheitlich angeschlagen Tribut zollen und verlor (erst) zum zweiten Mal in der laufenden Saison.

Mit Spannung erwartet wurde die Begegnung im Dameneinzel, das erstmals wieder Ronja Stern spielte. Nach fast drei Monaten - verletzungsbedingter - Pause fehlte ihr jedoch die erforderliche Sicherheit in den Schlägen und auch die Geschwindigkeit, um gegen eine fast fehlerfrei und mit extrem präzisen Schlägen aufspielende Nicole Schaller von Union Fribourg-Tafers zu bestehen.

Knoten dank Aufholjagd gelöst

Erfreulich verlief das Mixed. Gegenüber dem Vortag wie ausgetauscht, deklassierten Lea Müller mit Nikita Khakimov etwas überraschend die Spitzenspieler von Union Fribourg-Tafers. Zum Höhepunkt für die Zuschauer entwickelte sich aber das 2. Herreneinzel: Tobias Künzi zeigte am Ende vom 1. Satz ein perfektes Spiel, holte einen deutlichen Rückstand auf und gewann diesen noch 21:19. Anschliessend spielte er wie entfesselt und liess dem Bulgaren Russev keine Chance. Was für ein Spiel!

Mit dem 3:2-Zwischenstand keimte Hoffnung bei den Agovianern auf. Aber Union Fribourg-Tafers spielte im anstehenden 2. Herrendoppel alle aufkommende Hoffnung nieder. Da auch Flurin Furrer im 3. Herreneinzel trotz gutem Spiel nicht punkten konnte, stand das Team wie am Vortag mit dem Rücken an der Wand. Und das Spitzendamendoppel aus Fribourg liess nichts anbrennen. Trotz beherzter Gegenwehr von Lea Müller und Céline Dagelet ging auch dieses zum 3:5-Endstand verloren.

Flurin Furrer (r.) gab sein Debüt in der NLA.

Flurin Furrer (r.) gab sein Debüt in der NLA.

Insgesamt zeigte das Team heute nach dem etwas verhaltenen Auftreten vom Vortag viel mehr Leidenschaft, leider reichte es nicht ganz. Positiv kann für die Zukunft gesehen werden, dass mit Flurin Furrer und Céline Dagelet weiterer Nachwuchs aus den eigenen Reihen bereitsteht und (trotz Niederlage) der Wiedereinstieg von Ronja Stern positiv bzgl. ihrer Verletzung zu sehen ist: Das gibt für die kommenden Begegnungen wieder Aufwind.