Fussball
Das Spielerjuwel des FC Baden

Der FC Baden startet heute gegen Concordia Basel (Esp, 16 Uhr) in die Rückrunde der 1. Liga Classic. Mit Ambitionen – und einem Spieler, dessen Namen Sie sich merken sollten: Miguel Peralta.

Andreas Fretz
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Miguel Peralta (links) im Cup-Achtelfinal gegen den FC Zürich.

Miguel Peralta (links) im Cup-Achtelfinal gegen den FC Zürich.

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Bleibt er? Oder bleibt er nicht? Miguel Peralta, Badens 18-jähriger Rechtsverteidiger, durfte im Januar mit dem FC Aarau ins Trainingslager in die Südtürkei. FCA-Trainer René Weiler hatte die Fühler nach ihm ausgestreckt und liess ihn im Testspiel gegen Hertha Berlin ran. Schon Silvan Widmer (mittlerweile Udinese Calcio) und zuletzt Christopher Teichmann folgten Weilers Lockruf vom Esp ins Brügglifeld. Doch Peralta, der KV-Lehrling aus Niedergösgen, bleibt vorerst in Baden. «Wir haben uns dafür starkgemacht, dass er bis Ende Saison bei uns bleibt», sagt Baden-Trainer Sven Christ. Im Sommer werden die Karten neu gemischt.

Auch Christ schwärmt von den Qualitäten seines Youngsters, sagt sogar: «Peralta ist eine Klasse besser als Silvan Widmer im selben Alter.» Vor allem athletisch macht Peralta eine gute Figur. Im Cup-Spiel gegen den FC Zürich war er für viele Beobachter der beste Mann auf dem Platz. «Natürlich weiss ich, dass er nicht immer so gut spielt», sagt Christ. Ihm fehle noch die Konstanz, «aber bei uns darf er sich Fehler erlauben, in Aarau wäre das anders. Für seine Entwicklung ist es gut, dass er noch nicht in Aarau spielt», sagt Christ.

Die Badener haben eine intensive Vorbereitung absolviert. Bereits am 15. Januar nahm die Mannschaft das Training auf, acht Testspiele und ein Trainingslager in Spanien standen unter anderem auf dem Programm. «Wir haben hohe Ziele», sagt der Trainer. Vor der Saison, als die finanziellen Probleme akut waren und elf Spieler den Verein verliessen, sprach niemand öffentlich von den Aufstiegsspielen. «Aber die Spieler und ich haben dieses Ziel stets vor Augen gehabt», sagt Christ. Zurecht. Baden hat auf dem vierten Rang überwintert. Ein Platz in den Aufstiegsspielen liegt in absoluter Reichweite.

Explosive Stimmung

Die Stimmung im Team umschreibt Christ als «gut, aber auch explosiv». Das passt ihm. Eine zu gute, harmonische Stimmung wäre ihm ungeheuer. «Die Spieler sind angespannt, der Konkurrenzkampf läuft.» Das Team wurde durch weitere Talente verjüngt. Mit Yves Weilenmann, Marvin Spielmann und Aaron Burkhardt hat man drei Junioren mit Jahrgang 1996 in die 1. Mannschaft befördert. Andreas Hirzel (Wangen) und Raffaele Cardiello (Wohlen) kehrten zurück, Alija Golijca (YF Juventus) und Mileta Matovic (Thun) stiessen neu hinzu. Den Verein verlassen haben Joel Geissmann (Wohlen), Zelimir Skopljak (Zofingen), Alessandro Scianna (Lenzburg) und Christian Gasane. «Das Team hat sich entwickelt, wir sind reifer als in der ersten Saisonhälfte», sagt Christ vor dem Heimspiel gegen Concordia.

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