Nach den Olympischen Spielen in Turin und Vancouver wollen die Zwillinge Julia und Stefanie Marty nun auch in Russland glänzen. Sie fühlen sich geehrt, ausgewählt worden zu sein und freuen sich die Schweiz zu vertreten.

«Sotschi war schon lange ein Ziel von mir», sagt Julia Marty. Auch ihre Schwester Stefanie Marty findet: «Olympia ist ein Traum von jedem Sportler.» Seit zehn Jahren spielen beide in der Schweizer Nationalmannschaft.

Stefanie spielt im Sturm, Julia Marty verteidigt und ist zusätzlich Mannschaftskapitän. Für die Olympischen Spiele haben die Schwestern, die ihr Masterstudium im August abschlossen, ihre berufliche Karriere erstmals zurückgesteckt und setzen für eine Saison vollkommen auf ihre Leidenschaft Eishockey.

Sie haben das Angebot des Linköpings-Hockeyclub angenommen und spielen momentan in Schweden. «Im Hinblick auf das Olympia-Turnier ist das die optimale Vorbereitung», erklärt Julia Marty.

Karriere in Schweden

In Schweden spielen sie in einem professionellen Damen-Team, trainieren und spielen mehrmals in der Woche. «Es war die richtige Entscheidung, denn Schweden bietet uns professionelle Bedingungen», so Stefanie Marty.

In der Schweiz hätten sie die Trainingsmöglichkeiten teilweise regelrecht «zusammensuchen» und zusätzlich einen langen Anfahrtsweg auf sich nehmen müssen.

Doch die Zwillinge wissen: Sotschi wird für die Schweizer Nationalmannschaft kein Zuckerschlecken. Julia und Stefanie Marty sind sich bewusst, dass vor allem Kanada und die USA starke Gegner sind.

Anfangs Februar werden sie mit ihrem Team nach Russland in die Olympiastadt reisen und nach einem Vorbereitungscamp gegen die Konkurrenten antreten. Ihr Ziel ist ein Medaillenspiel. Das heisst: Im Viertelfinal wollen sie als Sieger vom Platz laufen - beziehungsweise vom Eis fahren.

Gute Chancen auf Olympia-Teilnahme

Der Bobfahrer Rico Peter aus Kölliken könnte als dritter Aargauer an den Olympischen Spielen in Sotschi die Farben der Schweiz vertreten: Er muss beim Weltcup-Rennen diesen Samstag in St. Moritz unter die Top 10 gelangen, dann ist er garantiert dabei.

«Es wäre ein absoluter Höhepunkt», sagt Peter. «Ich arbeite schon seit vier Jahren auf die Olympischen Spiele hin.» Für das Rennen am Samstag ist er optimistisch eingestellt.