Handball
Das rasante Goaliekarussell: Suhr Aarau und Endingen holen neue Keeper

Fast alle Aargauer NLB-Vereine haben für die nächste Saison neue Goalies. Suhr verpflichtete Martin Pramuk von Pfadi Winterthur, dafür verlassen Marco Wyss und André Willimann den Verein. Endingen lässt dagegen Dominic Rosenberg nach Bern ziehen.

Alexander Wagner
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Endingens Dominic Rosenberg wechselt nach sechs Jahren im Surbtal zum NLA-Verein BSV Bern.

Endingens Dominic Rosenberg wechselt nach sechs Jahren im Surbtal zum NLA-Verein BSV Bern.

Alex Wagner

Der HSC Suhr Aarau hat nach wie vor die besten Aussichten, den direkten Aufstieg in die NLA zu schaffen. Trotzdem haben sich die Verantwortlichen entschieden, mit einem neuen Goalieduo in die Saison zu starten: So kommt von Pfadi Winterthur der routinierte Martin Pramuk. Der bald 38-jährige ehemalige slowakische Nationaltorhüter erhielt einen Dreijahresvertrag und wird zusammen mit dem erst 18-jährigen Flavio Wick das neue Gespann der Suhrer bilden.

Deshalb verlassen sowohl Marco Wyss als auch André Willimann die Schachenhalle. Wyss ist in Zurzach aufgewachsen und war vier Jahre an der Akademie des VfL Gummersbach. Danach kam er zu den Kadetten nach Schaffhausen, wo er mehrheitlich für die Espoirs versuchte, den Kasten rein zu halten. Er wechselt mit einem Zweijahresvertrag zum STV Baden. «Das Gesamtpaket passte», erklärt der Zurzacher, der auch eine Saison für die U19-Auswahl von Endingen spielte. Er studiert an der FH in Brugg als Maschinenbauingenieur und arbeitet in Schlieren. So lässt sich das mit den Trainings in Baden verbinden.

Der Innerschweizer Willimann bleibt ebenfalls im Aargau, wechselt aber zum TV Endingen. «Das ist ein guter Verein, der ebenfalls vorne in der NLB spielt», erklärt der 1,89 Meter grosse Keeper, «und nach wie vor Chancen für den Aufstieg in die NLA hat», ergänzt der Dagmarseller, wo er stets wohnhaft blieb.

Rosenberg geht das Risiko ein

Im Gegenzug verlässt Dominic Rosenberg das Surbtal und geht zum BSV nach Bern. Im Sommer macht er die Matura an der Sportkanti in Aarau und will danach Jura studieren, was er in Bern optimal verbinden kann. «Ich will einen Schritt weiterkommen», erklärt der 22-jährige Goalie. In Endingen spielte er praktisch jede Partie durch, in Bern droht ihm auch mal die Ersatzbank. «Das Risiko gehe ich ein, denn ich will vorwärtskommen und die besten Jahre liegen noch vor mir», weiss er auch um die Gefahren des Wechsels.

Auch andernorts Änderungen

Nicht nur im Aargau dreht das Goaliekarussell: Der junge Schweizer Nationalkeeper Nikola Portner verlässt Bern in Richtung Schaffhausen zu den Kadetten. Und der 27-jährige Schweizer Nationalgoalie Aurel Bringolf von GC Amicitia spielt nächste Saison für Pfadi Winterthur. Bringolf absolvierte 29 Länderspiele für die Schweiz und soll bei den Winterthurern Pramuk ersetzen, der eben neu für den HSC auflaufen wird.

Ob damit die Torhüterrochaden abgeschlossen sind, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass sowohl bei Suhr als auch bei Endingen und Baden neue Keeper zwischen den Pfosten stehen werden, was die Rivalität unter den Aargauer Vereinen nicht unbedingt kleiner werden lässt.