Faustball
Das Oberentfelder Quintett gewinnt WM-Bronze

An der Faustball WM in Brasilien gewinnen die Schweizerinnen die Bronzemedaille. Mit dabei waren auch vier Spielerinnen und der Trainer des STV Oberentfelden-Amsteg.

Fabio Baranzini
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Die Freude der Faustballerinnen über WM-Bronze ist riesig.

Die Freude der Faustballerinnen über WM-Bronze ist riesig.

nch

Curitiba scheint ein gutes Pflaster für die Schweizer Faustballerinnen zu sein. Im Jahr 2002 hat die Frauen Nationalmannschaft an jenem Ort zum letzten Mal eine WM-Medaille gewonnen. Nach dem Weltmeistertitel vor 14 Jahren gingen die Schweizerinnen an Weltmeisterschaften aber gleich drei Mal in Folge leer aus. Jetzt haben sie wieder eine Medaille gewinnen können. Und das wieder in Curitiba.

Im entscheidenden Spiel um die Bronzemedaille gegen Chile waren die Schweizerinnen die klar bessere Mannschaft und haben die Partie gleich mit 4:0 Sätzen für sich entscheiden können. «Wir sind etwas nervös gestartet, haben aber danach unsere Leistung abgerufen. Die Freude, dass es am Ende für die Medaille gereicht hat, ist bei uns allen riesengross. Ein herzliches Dankeschön auch an die mitgereisten Fans aus der Schweiz, die uns vor Ort unterstützt haben«, meldete sich Captain Sabrina Siegenthaler am Tag nach dem Gewinn ihrer ersten WM-Medaille aus Brasilien.

Enttäuschung im Halbfinal

Die 30-Jährige aus Dottikon ist eine von insgesamt vier Spielerinnen des STV Oberentfelden-Amsteg, die in Brasilien mit der Schweizer Nationalmannschaft Edelmetall gewonnen hat. Ebenfalls mit dabei waren Angreiferin Andrea Gerber, die Schwestern Fabienne und Jaqueline Fedier, sowie Benjamin Marti-Suter, der die NLA-Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg betreut und an der WM als Assistenztrainer im Einsatz stand.

Die Schweizerinnen konnten an den Titelkämpfen bereits in der Vorrunde überzeugen. «Wir haben unser Ziel souverän erreicht und haben gegen Australien, Argentinien und Chile gewinnen können. Leider haben wir gegen Österreich trotz zwei Matchbällen knapp verloren, haben aber ansonsten gut gespielt», so Siegenthaler.

Nach dem die Schweizerinnen in der Vorrunde Gastgeber Brasilien an den Rand einer Niederlage gebracht hatten, hatten sie gehofft, im Halbfinal gegen denselben Gegner gar zu gewinnen und in den WM-Final einzuziehen. Doch die Brasilianerinnen waren in der Vorschlussrunde das klar bessere Team und konnten sich mit 3:0 durchsetzen.

«Wir gingen zwar positiv in die Begegnung, konnten aber unsere Leistung nicht mehr abrufen. Die Enttäuschung war nach der Niederlage natürlich bei allen sehr gross», so Siegenthaler. Doch bekanntlicherweise wich die Enttäuschung schon bald dem grossen Jubel. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille dürfen die Schweizerinnen nach drei «medaillenlosen» WM-Teilnahmen zufrieden sein.