Handball
Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau scheidet aus dem Schweizer Cup aus

Die Handballer aus dem Aargau haben gestern im Sechzehntel-Final beim NLA-Konkurrenten RTV 1879 Basel eine 22:28-Niederlage erlitten und scheiden damit aus dem Wettbewerb aus. Die volle Konzentration liegt beim HSC Suhr Aarau nun wieder auf dem nächsten Liga-Spiel gegen den TSV Fortitudo Gossau.

Lukas Wernli
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Der HSC-Spieler Patrick Romann (l.) gibt hier im Spiel gegen Stefan Huwyler (r.) von Wacker Thun vollen Einsatz.

Der HSC-Spieler Patrick Romann (l.) gibt hier im Spiel gegen Stefan Huwyler (r.) von Wacker Thun vollen Einsatz.

Alexander Wagner

Nach drei Meisterschaftssiegen in Serie und der damit geschaffenen, hervorragenden Ausgangslage für den weiteren Saisonverlauf, vertraute HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann im Rankhof vor allem auf seine zahlreichen, vielversprechenden Nachwuchshoffnungen im Kader: «Wie schon vor der Partie angekündigt war dies die Gelegenheit für mich, um meinen jungen Spielern viel wertvolle Einsatzzeit zu gewähren», so Kaufmann.

Hier jubelt der HSC Aarau über den Sieg gegen Wacker Thun.

Hier jubelt der HSC Aarau über den Sieg gegen Wacker Thun.

DCX

Sein Team startete vor lediglich 180 Zuschauern vielversprechend in die Partie, führte schnell mit 2:0 und vermochte bis zum 4:4 jeweils vorzulegen. Danach jedoch übernahmen die routinierteren Hausherren das Zepter und setzten sich durch einfache Tore der ersten Welle mit 4:7 ab. Per Auszeit und dem daraufhin praktizierten Mittel des siebten Feldspielers gelang prompt der 7:8-Anschluss. Dies ohne den ganzheitlich geschonten Kreisläufer Stevan Kurbalija, sowie weiteren im Verlaufe des Spiels nur kurz eingesetzten Stammkräften wie Captain Patrick Romann, Topskorer Tim Aufdenblatten oder Rückhalt Mihailo Radovanovic.

Vor allem Linkshänder Raphael Rohr, Spielmacher Ilan Baumann und vermehrt auch Torhüter Silen Locatelli vermochten dabei Akzente zu setzen, was dazu führte, dass das Spiel beim Stand von 8:10 weiter offen und äusserst unterhaltsam blieb. Weil sich danach aber mehrere Fehler ins HSC-Spiel einschlichen und diese der RTV vorwiegend in Person von Bruno Kozina und Nikola Cvijetic auszunutzen wusste, setzten sich der Gastgeber bis zur Pause schnell, leicht und vorentscheidend bis auf 12:17 ab.

Auch die Hereinnahmen von Mihailo Radovanovic, Ronnie Vilstrup und Tim Aufdenblatten zum Auftakt der zweiten Hälfte sorgten danach für keine Wende mehr. Das Spiel blieb beidseits fehlerhaft, wobei es dem Heimteam gelang, den Vorsprung stets zu halten und zu verwalten sowie zwischenzeitlich gar bis auf 14:22 (39.) auszubauen. Gemeinsam und mit viel Leidenschaft stemmten sich die HSCler jedoch gegen die nun drohende Kanterniederlage und wendeten diese auch erfolgreich ab. Via 21:26 und durch weitere vielversprechende, sehenswerte Aktionen fiel die Niederlage letztlich, aufgrund der Umstände mit 22:28 entsprechend versöhnlich aus.

«Ich bin stolz, haben einige meiner jungen Spieler ihre heute erhaltene Chance wahrgenommen. Es war dabei gleichzeitig, im Hinblick auf die in der Meisterschaft bevorstehenden Aufgaben, auch äusserst wertvoll, meine teilweise stark angeschlagenen Stammkräfte, damit auch etwas entlastet zu haben», erklärte Kaufmann, der damit bereits auch an die bevorstehende, wichtige Partie gegen den bisher punktlosen TSV Fortitudo Gossau dachte, die am kommenden Samstag, 08. Oktober 2016 um 17.30 Uhr auswärts bevorsteht.

RTV 1879 Basel – HSC Suhr Aarau 28:22 (17:12)

Rankhof Basel – 180 Zuschauer, SR: Jergen/Zaugg.

RTV 1879 Basel: Ullrich (10 Paraden), Steiner (4 Paraden), Basler (2), Cvijetic (10/1), Kozina (9), Stamenov (4/2), Wittlin (3), Goepfert, Hylken.

HSC Suhr Aarau: Locatelli (8 Paraden), Radovanovic (4 Paraden), Mortiz Aufdenblatten (2), Baumann (4/1), Bräm (2), Golubovic (2), Rohr (9), Lukas Strebel (3), Butt, Vilstrup, Prachar, Tim Aufdenblatten, Romann, Schwab, Patrick Strebel, Kurbalija (n.e.)