Badminton
Das Märchen geht weiter: Team Argovia steht erstmals im Playoff-Halbfinal

Es wird keine leichte Sache gegen das Team Solothurn, das die NLA in dieser Saison dominiert hat. Trotzdem peilen die Aargauer in den beiden Playoff-Halbfinal-Partien einen Sieg an. «Die Chancen stehen 50:50», sagt Spielerin Ayla Huser.

Claudine Müggler
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Hoffen sogar auf den Finaleinzug: Die Aargauer um Ayla Huser (r.) und Matthew Honey. ZVG

Hoffen sogar auf den Finaleinzug: Die Aargauer um Ayla Huser (r.) und Matthew Honey. ZVG

Zu Beginn dieser Saison dachte wohl kaum einer, dass das Team Argovia den Sprung unter die ersten vier noch schaffen kann. Nachdem letztes Jahr noch gegen den Abstieg gekämpft werden musste, startete man auch diese Saison nicht gut.

In den ersten sechs Runden schaffte man gerade mal ein Unentschieden, die restlichen fünf Partien gingen allesamt verloren. «So konnte es nicht weitergehen», sagt Ayla Huser, eine von drei Spielerinnen im Team.

«Wir mussten etwas ändern.» Dies taten sie dann auch. Es wurde ein zusätzlicher Ausländer geholt und eine Auswechslung im Team intern vorgenommen. Denn das Ziel waren ganz klar die Playoffs.

Und da stehen sie nun. Im Playoff-Halbfinal. Am Samstag geht es schon los. Das Team Argovia wird in der Sporthalle Seefeld in Spreitenbach gegen das Team Solothurn antreten. Zwar stehen die Solothurner nach der Meisterschaft auf dem ersten Platz und die Aargauer nur auf dem vierten, aber «unsere Chancen stehen 50:50», sagt Huser.

Der gleichen Ansicht ist auch der gegnerische Trainer Carlos Prieto: «Die Gewinnchancen sind gleich aufgeteilt. Die Qualifikation lief fast immer zu unseren Gunsten», ist er sich bewusst, dass das Team Solothurn das Wettkampfglück nicht allein gebucht hat.

Dass diese Aussage von Huser nicht nur so dahingesagt ist, belegen auch die Fakten. Das letzte Heimspiel gewannen die Aargauer gleich mit 7:1 gegen Solothurn «Da spielten wir wie von einem anderen Stern», sagt Huser lachend.

«Aber wenn wir heute unsere Leistung abrufen können und fokussiert bleiben, haben wir durchaus reelle Chancen auf einen Platz im Final. Solothurn-Trainer Prieto meint dann auch: «Neben Yverdon gehört der Wochenend-Gegner für mich zu den heissen Titelanwärtern.»

Huser gibt sich trotzdem etwas bescheidener: «Doch wir schauen jetzt von Spiel zu Spiel und wer weiss, was am Ende dabei herausschaut.»

Es wäre eine Genugtuung für das Team und den ganzen Verein, wenn der Playoff-Final erreicht werden würde. «Anfangs hat man uns nicht wirklich ernst genommen und sogar etwas belächelt. Deswegen bedeutet uns diese Qualifikation umso mehr. Wir konnten allen beweisen, dass sie unrecht hatten und uns unterschätzt haben», antwortet Huser.