FC Aarau
Das Lebenszeichen von Igor Nganga beim Sieg gegen Schaffhausen

Der Aussenverteidiger war mit dem Treffer zum 1:0, dem Eigentor zum 1:1 und der Vorlage zum 2:1-Siegestor der auffälligste Spieler des FC Aarau.

Ruedi Kuhn
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Aaraus Igor Nganga (links) traf im Brügglifeld auf beiden Seiten ins Tor

Aaraus Igor Nganga (links) traf im Brügglifeld auf beiden Seiten ins Tor

KEYSTONE/URS FLUEELER

Welche Ausbeute für Igor Nganga! Der Kongolese erzielte beim 2:1-Sieg des FC Aarau gegen Schaffhausen zwei Tore und gab die Vorlage zum Siegestreffer von Patrick Rossini. Kleiner Schönheitsfehler: Nganga erzielte nicht nur das 1:0 für den FC Aarau, sondern er traf nach einem Corner von Schaffhausen Miguel Castroman unglücklicherweise auch zum Ausgleich für die Nordostschweizer.

Nganga liess sich durch das Eigentor nicht beirren. Er kämpfte und rackerte wie in seinen besten Zeiten und bereitete schliesslich den entscheidenden Treffer zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einer Massflanke vor.

«Ein Spiel mit Happy-end»

Logisch, dass der 30-jährige Verteidiger nach dem Schlusspfiff mit sich und der Welt zufrieden war. «Das war endlich wieder einmal ein Spiel mit einem Happy-end», sagte er mit einem schelmischen Lächeln. «Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal zwei Tore erzielt habe ...»

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Nganga nahm das Eigentor auf die leichte Schulter «Da war viel Pech mit dabei», erklärte er sein Missgeschick. «Nach dem Corner sah ich den Ball zu spät und konnte nicht mehr ausweichen. Das kann passieren. Alles halb so schlimm», fügte er hinzu.

«Entscheidend ist, dass der FC Aarau erfolgreich in die Rückrunde gestartet ist und gewonnen hat. Dieser Sieg gibt uns Moral für das Auswärtsspiel gegen Leader Xamax am Freitag.» Dass sich Nganga in erster Linie über seinen Treffer zum 1:0 freute, hat einen guten Grund. «Die Szene mit Raoul Giger als Vorbereiter und mit mir als Vollstrecker ist kein Zufall», sagte Nganga. «Das haben wir in den Trainings schon oft gezeigt. Nun hat es endlich im Spiel geklappt.»

Nganga hat zum Rückrundenauftakt also ein Lebenszeichen von sich gegeben. Das überrascht insofern, als dass er im Verlauf dieser Saison noch nicht auf Touren gekommen ist. Der Grund liegt auf der Hand: Nganga zog sich im Juli des vergangenen Jahres eine Knieverletzung zu.

Diese setzte ihn monatelang ausser Gefecht. Nun ist Nganga wieder in seinem Element. Und so auch wieder auf einem guten Weg, seiner Rolle als Publikumsliebling des FC Aarau gerecht zu werden.