Fussball
Das gibt wohl eher Eis am Stiel statt heisse Bälle auf dem Brügglifeld

Der Wintereinbruch verhindert beim Schlager zwischen Aarau und GC wohl einen Grossaufmarsch an Zuschauern. Zweimal war das Brügglifeld in der Vorrunde dieser Saison bis auf den letzten Platz gefüllt. Das wird am Sonntag kaum (13.45) der Fall sein.

Ruedi Kuhn
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8000 Zuschauer sahen im ersten Heimspiel des FC Aarau den glanzvollen 4:2-Sieg gegen den FC Luzern. 8000 Zuschauer waren es auch, die am 2. November beim 1:1 im kleinen Hit gegen den FC Basel voll auf ihre Rechnung kamen.

Obwohl aller guten Dinge drei sind, dürfte das Kleinstadion am Sonntag gegen die Grasshoppers bei weitem nicht ausverkauft sein. «Ich rechne mit knapp 6000 Zuschauern», sagt FCA-Präsident Alfred Schmid. «Es ist schade, dass das Spiel gegen GC erst Ende November und bei nasskalter Witterung stattfinden muss. Im Sommer oder Herbst hätten wir gegen die Zürcher mit einem vollen Haus rechnen können.»

60 000 Franken Gewinn bei vollem Stadion

Die zwei Heimspiele gegen Luzern und den FC Basel bescherten dem FC Aarau Einnahmen von je rund 120 000 Franken Netto. Nach Aussage von Schmid geht rund die Hälfte dieses Betrags allerdings für die Sicherheitskosten weg. «Die beiden Begegnungen gegen Luzern und Basel haben gezeigt, dass das Interesse am FC Aarau nach wie vor riesengross ist», sagt der Vereinsverantwortliche. «Bei Eis und Schnee bleiben die meisten Fans aber lieber zu Hause. Das ist schlecht für die Stimmung und schlecht für die Kasse.»

Alfred Schmids Anliegen für die Zukunft ist klar: Er würde sich mehr Spiele im Juli, August und September wünschen. Im Vorverkauf fürs GC-Spiel gingen etwas mehr als 3500 Tickets weg. Die Haupttribüne mit 1280 Zuschauern ist ausverkauft. Eher schleppend verläuft der Verkauf der Eintrittskarten für die Grasshoppers-Anhänger. Einfach deshalb, weil der Extrazug für die Gästefans von Zürich nach Aarau aus Sicherheitsgründen gestrichen wurde.

Mergim Brahimis kurzes Gastspiel beim FCA

Sportlich ist die Rollenverteilung klar. «Wollen wir gegen GC etwas Zählbares holen, müssen wir wie schon gegen Basel über uns hinaus wachsen», sagt René Weiler. Der Trainer des FC Aarau traut seiner Mannschaft einen neuerlichen Exploit durchaus zu. Sandro Burki sieht das ähnlich. «Um gegen Teams wie Basel, GC und YB bestehen zu können, brauchen wir einerseits einen perfekten Auftritt und anderseits die Unterstützung unserer Fans», hält der FCA-Captain unmissverständlich fest.

Nach der 0:4-Pleite im Cup in St. Gallen gibt es in der Startformation die eine oder andere Änderung: So wird Torhüter Joël Mall den Platz von Swen König einnehmen. Artur Ionita konnte in den vergangenen Tagen wegen einer Oberschenkelzerrung nicht trainieren, ist aber wohl von Beginn an dabei.

Bleibt der Zusatz, dass ein Abgang im Hinblick auf die im Februar beginnende Rückrunde bereits feststeht: Die GC-Leihgabe Mergim Brahimi kehrt zuden Zürchern zurück. Der U21-Internationale kam bei den Aarauern nur zu Teileinsätzen und konnte dabei nicht überzeugen.