FC Aarau
«Das Feuer brennt bei jedem»: Sven Lüschers Kampfansage an den FCL

FCA-Mittelfeldspieler Sven Lüscher hat diese Saison zunehmend abgebaut – gehts in Luzern (Sonntag, 13.45 Uhr) aufwärts?

Dean Fuss
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Sven Lüscher (rechts) will zusammen mit dem FC Aarau zur alten Form zurückfinden.

Sven Lüscher (rechts) will zusammen mit dem FC Aarau zur alten Form zurückfinden.

Sarah Rölli

Dem FC Aarau läuft es überhaupt nicht nach Plan. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Vaduz vom vergangenen Sonntag ist das Polster auf Super-League-Schlusslicht Luzern auf gerade einmal noch zwei Punkte zusammengeschrumpft. Und ausgerechnet in der Innerschweiz muss der FCA am Sonntag (13.45 Uhr/live TC Sport 1) antreten. «Klar ist das gerade jetzt keine einfache Aufgabe», sagt Aaraus Mittelfeldspieler Sven Lüscher.

Kommt hinzu, dass Captain Sandro Burki für dieses Sechs-Punkte-Spiel gesperrt ist. So müssen Spieler wie der 30-jährige Lüscher zusätzliche Verantwortung übernehmen: «Ich erwarte von mir selber, dass ich als Leader mit gutem Beispiel vorangehe und die anderen mitziehe», sagt er und hält gleichzeitig fest, dass gerade in der aktuellen Situation jeder seinen Teil der Verantwortung tragen müsse. «Dann werden wir auch als Team gestärkt.»

Keine Angst vor dem Abstieg

Lüschers Form steht symptomatisch für die Verfassung seines Klubs. Nach gutem Start in der Vorrunde hat der Mittelfeldspieler zunehmend abgebaut. Hatte er in der vergangenen Saison noch acht Tore erzielt und deren 13 vorbereitet, so stehen in seiner Statistik aktuell gerade einmal ein Tor und fünf Assists zu Buche. Auch seine in der vergangenen Saison von den Gegnern gefürchteten Standards haben massiv an Ausstrahlungskraft verloren.

Eine Erklärung dafür hat der Mittelfeldspieler nicht: «Sonst hätte ich das schon längst geändert. Gerade bei den Standards fehlt irgendwie die letzte Entschlossenheit, sowohl bei mir, als auch beim Abnehmer. Daran müssen wir arbeiten.» Dass er in der Vorrunde wegen fehlender Alternativen trotz eines angerissenen Syndesmosebandes keine Verletzungspause einlegen konnte, will er nicht als Ausrede gelten lassen. Die Angst vor dem Abstieg ist für ihn kein Thema. «Wir wollen jetzt diese Negativspirale aufhalten.»

Da sich Lüschers Form im bisherigen Saisonverlauf im Gleichschritt mit der Verfassung des FCA entwickelt hat, darf sein starker 45-minütiger Teileinsatz im Vaduz-Spiel durchaus als kleines Zeichen der Hoffnung gedeutet werden. «Keiner lässt den Kopf hängen, das Feuer brennt bei jedem», lautet Lüschers Kampfansage an die Adresse des FCL.

Der FCA muss auf Captain Burki verzichten

Gegen den FC Luzern muss der FC Aarau morgen auf Captain Sandro Burki verzichten. Dieser ist nach seiner gelb-roten Karte aus dem Vaduz-Spiel gesperrt. Ebenso wie Sandro Wieser, der heute die letzte seiner sechs Spielsperren in Folge des brutalen Fouls an Gilles Yapi absitzt. Weiterhin verzichten muss FCA-Trainer Sven Christ auch auf den lettischen Stürmer Edgars Gauracs. Nachdem der 26-Jährige am Montag sein erstes komplettes Training seit seinem Kreuzbandriss absolviert hatte, musste er danach krankheitshalber passen. Wann er sein Pflichtspiel-Comeback geben wird, steht derzeit noch nicht fest. (DFS)