Handball
Das dritte Erstliga-Team war eines zu viel

Der TSV Frick scheitert im Schweizer Cup an der Equipe der SG Uster mit 28:30.

Patrick Pensa
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Aargauer Zeitung

Es war nicht David gegen Goliath. Die zwei Kontrahenten traten sich auf Augenhöhe gegenüber. Auf Gästeseite die Ustermer Handballer, ein Ausbildungsteam, auf der anderen Seite der TSV Frick: im Sommer aus der ersten Liga abgestiegen, willig den Wiederaufstieg zu schaffen und im Cup bereits gegen zwei Erstligateams erfolgreich. Im Sechzehntelfinal sollte der dritte oberklassige Gegner fallen. Die gut 100 Zuschauer in der Ebnet-Halle waren bereit, ihr Team zum Sieg zu tragen.

Umso schlimmer traf sie die Startphase. Die Zürcher waren schneller, frecher und präziser. Es war nicht die 3:0-Führung, die Angst machte, sondern die Leichtigkeit, wie sie zustande kam. Aber das Heimteam fand ins Spiel. Die Routiniers, allen voran Juan Mourino, erzielten wichtige Treffer, sodass es in der 15. Minute 10:10 hiess. Nun waren es die Gäste, die verunsichert waren und ein Team-Time-out nahmen. In der Folge stellten sie ihren Ersatztorhüter zwischen die Pfosten. Die Fricker kontrollierten die Partie und führten vor Beginn der spannenden Endphase mit 24:21. Dies, obwohl sich mit Mark Rüede ein wichtiger Spieler am Kopf verletzt hatte und nicht mehr mitmischen konnte.

Die Ustermer, die in der Verteidigung oft konzeptlos wirkten, hatten jetzt ihre Hochphase. Sechs Treffer in Serie kehrten das Spiel. Der Schiedsrichter musste sich in dieser Phase einiges von den Zuschauern bieten lassen. Fouls wurden begangen oder gesucht, lediglich das Nasenbluten eines Spielers gab eine ehrliche Antwort.

Die Fricker kamen noch bis 28:29 heran, mussten sich aber eingestehen, dass sie in der zweiten Hälfte zu sehr abgebaut hatten und der Fitness des Zürchers nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Ein letztes Tor der Gäste besiegelte das Cup-Aus.

Heimtrainer Davide Cubito zeigte sich enttäuscht: «Wir haben nicht schlecht gespielt, aber auch nicht gut.» Er sah zu viele individuelle Fehler in der Verteidigung und zu wenige Tore in der zweiten Hälfte. «Elf Treffer sind einfach zu wenig, dazu kommen drei verschossene Penaltys. Wir haben es verpasst, gegen ein Team zu gewinnen, das in Reichweite gelegen wäre.» Dafür könne man sich nun auf die Meisterschaft und den angestrebten Wiederaufstieg konzentrieren.