Eishockey
Das Debakel von Thun ist nach 63 Sekunden verarbeitet

Ein 8:1-Sieg, der Hoffnungen weckte, eine 0:8-Niederlage, die Zweifel schürte. Beim 1.-Ligisten Argovia Stars ging es zuletzt auf und ab. Mit dem 3:0-Sieg gegen Lyss fand das Team drei Tage nach der Klatsche von Thun zurück auf die Siegerstrasse.

Andreas Fretz
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Bilder vom Spiel Argovia Stars gegen Lyss
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Thomas Rohrbach (l, Argovia Stars) gegen Joel Allemann (Lyss).
Gianluca Hauser (Argovia Stars).
Daniel Eichenberger (l, Argovia Stars) gegen Joel Allemann (Lyss).
Lukas Leuenberger (Argovia Stars).
Boris Neher (r, Argovia Stars) gegen Niels Oberson (Lyss).

Bilder vom Spiel Argovia Stars gegen Lyss

Christian Boss

Zum Abschluss der Vorrunde bekamen es die Argovia Stars mit dem SC Lyss zu tun. Es sollte eine wegweisende Begegnung sein. In den letzten Tagen und Wochen fielen die Aargauer vor allem durch ihre fehlende Konstanz auf. Dachte man nach dem 8:1 gegen Belp und dem zweiten Sieg in Folge, die Tendenz zeige nach oben, wurde dieser positive Eindruck mit dem 0:8 in Thun jäh zerstört.

Drei Tage nach dieser Klatsche folgte nun also ein 3:0-Sieg gegen Lyss. Die Seeländer, soviel war vor dem Spiel klar, sind im Kampf um die Plätze in der oberen Masterround ein direkter Konkurrent. Vor dem zehnten Spiel der Saison trennte die beiden Teams nur gerade ein Punkt. Sowohl die Gäste (Rang 7) als auch die Aarauer (Rang 9) waren auf Punktezuwachs angewiesen, um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren.

Antwort nach 63 Sekunden

Stellte sich die Frage, wie die Argovia Stars das Debakel von Thun verdaut hatten. Gut, lautete die schnelle Antwort nach 63 Sekunden. Daniel Eichenberger sorgte für einen Traumstart. Er brachte die Aarauer mit einer Einzelaktion 1:0 in Front. Die 147 Zuschauer sahen zunächst eine ausgeglichene Partie mit einem Chancenplus für die Aarauer. Diese glänzten im weiteren Verlauf mit einem ausgezeichneten Timing und Toren in psychologisch wichtigen Momenten. Zwei Minuten vor der ersten Pause erhöhte Thomas Bracher auf 2:0. Zwei Minuten nach der Pause stocherte Lukas Leuenberger die Scheibe zum 3:0 ins Tor.

Zweites Shutout im dritten Spiel

Wars das mit der Gegenwehr der Gäste? Lyss baute bereits nach dem 2:0 merklich ab. «Die schlechteste Leistung der Saison», nannte es ein Lyss-Anhänger in der zweiten Drittelspause. Das Heimteam liess in der Folge nichts mehr anbrennen und brachte den Sieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ins Trockene, auch wenn in Unterzahl einige bange Momente zu überstehen waren. Zu gefallen vermochte vor allem das Torhütertalent Gianluca Hauser. Die 19-jährige Leihgabe vom EV Zug hütete in dieser Saison zum dritten Mal das Gehäuse der Argovia Stars. Nach dem 4:0-Startsieg gegen Unterseen-Interlaken war das gestrige 3:0 sein zweites Spiel ohne Gegentor. Damit kletterten die Argovia Stars in der Tabelle vorübergehend hoch auf Rang sechs.