Fussball
Dante Sengers Zukunft beim FC Aarau ist noch unklar

Der argentinische Stürmer macht im Schlussspurt der Saison positiv auf sich aufmerksam. Gegen YB und GC war er an fünf von sechs Toren beteiligt. Nur Sven Lüscher hatte seinen Fuss in dieser Saison bei noch mehr Treffern im Spiel.

Patrick Haller
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Dante Senger (r.) während des Spiels gegen den FC Basel im Zweikampf mit Philipp Degen.

Dante Senger (r.) während des Spiels gegen den FC Basel im Zweikampf mit Philipp Degen.

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Vorletzten Mittwoch, Wankdorf, Bern. Der FC Aarau liegt bei den Young Boys aufgrund offensiver Inexistenz scheinbar aussichtslos mit 0:2 zurück, als Dante Senger in der 72. Minute eingewechselt wird und seinen Farben mit einem Kopfballtreffer und einer Vorlage einen Zähler sichert. Nur drei Tage später steht Senger beim 4:0-Sieg gegen GC erneut im Mittelpunkt. Er ist an den drei ersten Aarauer Toren beteiligt. Keine Frage: Dante Senger ist sichtlich aufgeblüht, seit der Ligaerhalt seines Klubs feststeht.

«Er spielt eigentlich so wie immer», stellt Cheftrainer René Weiler nüchtern fest. Aber ein Stürmer werde an seinen Toren und Vorlagen gemessen. Und diese «nötige Réussite» habe Senger in den vergangenen Spielen gegen GC und YB gehabt. Inzwischen war der Gaucho an neun FCA-Treffern (5 Tore/4 Assists) direkt beteiligt. Einzig Sven Lüscher, bester Vorlagengeber der Super League, hatte seine Füsse im Laufe dieser Saison noch häufiger im Spiel.

Gutes Gefühl, Athletik und Kopfballstärke

«Er besitzt ein gutes Gefühl für seine Position und bringt eine gute Athletik sowie Kopfballstärke mit», lobt Weiler. Auch abseits des Rasens wirkt Senger positiv und ist mit seiner offenen Art als wertvoller Bestandteil der Mannschaft zu sehen; sein Vertrag soll um eine weitere Saison verlängert werden. Eine Entscheidung könnte am Montag fallen, also nur einen Tag nach dem abschliessenden Aarauer Gastspiel beim FC Zürich (Sonntag, 16 Uhr). Aber selbst ein Verbleib des Argentiniers ändert nichts daran, dass der FC Aarau in Sachen offensiver Verstärkungen auf dem Transfermarkt aktiv werden muss. «Es soll sicherlich ein neuer Mittelstürmer verpflichtet werden», sagt Sportchef Urs Bachmann.

Wie geht es mit Hallenius und Gygax weiter?

Beim bisherigen Personal in der Offensive sei noch alles offen. Dennoch sind gewisse Tendenzen zu erkennen. Das Engagement von Linus Hallenius dürfte zu Ende gehen. Der 25-jährige Schwede liess seine Torgefährlichkeit zwar vereinzelt aufblitzen, scheiterte aber allzu oft an seinem labilen Körper und Geist. Mit dem von Luzern gekommenen Daniel Gygax sollen in der Sommerpause Gespräche geführt werden.