Frauen-NLA
Dank toller zweiter Halbzeit und Hattrick-Höltschi: Die FC Aarau Frauen gewinnen gegen Yverdon 3:0

Den FC Aarau Frauen gelingt ein optimaler Auftakt in die Rückrunde. Sie gewinnen zu Hause gegen Yverdon mit 3:0. Julia Höltschi erzielt dabei alle drei Tore in der zweiten Halbzeit. Damit verkürzen die Aarauerinnen den Rückstand auf den rettenden siebten Rang auf drei Punkte.

Pascal Del Negro
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Die FCA-Frauen jubeln erstmals über drei Punkte in dieser Saison. (Archiv)

Die FCA-Frauen jubeln erstmals über drei Punkte in dieser Saison. (Archiv)

Fabio Baranzini;Fabio Baranzini

Es war ein wunderschönes Bild. Sich in den Armen haltend hüpften die Spielerinnen des FC Aarau Frauen im Kreis, sangen und feierten sich selbst. Soeben hatten sie ihren ersten Saisonsieg eingefahren – endlich. Im 14. Saisonspiel gewannen sie zu Hause gegen Yverdon zum ersten Mal. Mit 3:0 schickten sie die Westschweizerinnen wieder heim.

«Es ist gerade unbeschreiblich – schön, endlich einmal zu gewinnen», sagte eine überglückliche Julia Höltschi nach der Partie. Mit einem lupenreinen Hattrick in der zweiten Halbzeit (70., 76., 89.) war Höltschi die Matchwinnerin. Dennoch gab sie sich nach der Partie bescheiden: «Es ist eigentlich egal, wer die Tore erzielt. Hauptsache wir haben gewonnen.»

So schön am Ende alles aussieht, ganz so einfach war der Weg zu diesem Erfolg nicht. Lange taten sich die Aarauerinnen sehr schwer in die Partie zu kommen, gerade die erste Halbzeit war alles andere als ein fussballerischer Leckerbissen.«Vor der Pause war die Nervosität riesig, da hat man gemerkt wie viel auf dem Spiel steht», meinte FCA-Trainer Andreas Zürcher dazu.

Wenig Torchancen vor der Pause

Tatsächlich waren in den ersten 45 Minuten beide Teams eher darauf bedacht, keine Fehler zu begehen, als Torchancen zu kreieren. Die erste und einzige richtige Torchance hatte Julia Höltschi bereits nach wenigen Sekunden, als sie alleine auf Yverdon-Goalie Brechet loszog, jedoch die Kontrolle über den Ball verlor.

Danach flachte die Partie für lange Zeit ab. Erst nach der Pause wurden die Aarauerinnen stärker und brachten ihren Gegner vermehrt in Bedrängnis. «Wir haben uns für die zweite Halbzeit vorgenommen, unseren Matchplan endlich umzusetzen», erklärte Zürcher, «wir wollten die gegnerische Dreierabwehr mit Aktionen über die Seiten knacken. Das ist uns nach der Pause sehr gut gelungen.»

Tolle Leistung des gesamten Teams

Generell zeigte sich der Coach hoch erfreut über die Leistung seiner Schützlinge:«In der zweiten Halbzeit haben sie sensationell gespielt. Gerade wenn man bedenkt, wie gross der Druck war, der auf ihnen lastete.» Auch mit den beiden Neuzugängen Jasmine Imboden und Alina Grüter war Zürcher mehr als zufrieden.

Vor dem Spiel hatte er von ihnen verlangt, dass sie ihre Erfahrung ausspielen, Führungsqualität zeigen und auf dem Platz Verantwortung übernehmen. «Das haben sie bereits sehr gut umgesetzt», so der Trainer. Die beiden zeigten, wie das gesamte FCA-Kollektiv, eine äusserst starke Partie.

Und so brachte diese Partie den FCA-Frauen neben dem Moral-Boost und der Erkenntnis, endlich in der NLA angekommen zu sein, vor allem eines: drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Mit dem Sieg verkürzten die Aarauerinnen ihren Rückstand auf Yverdon und den rettenden siebten Rang auf drei Punkte. Die Mission Ligaerhalt ist damit endgültig lanciert.

FC Aarau Frauen - Yverdon Féminin 3:0 (0:0)

Sportanlage Schachen. - Tore: 70. Höltschi 1:0. 76. Höltschi 2:0. 89. Höltschi 3:0.

Aarau: Schneider; Tiller, Stierli, Lahmici, Sylvestre; Grüter (88. Weber), Imboden, Jenzer, Abbühl; Erne, Höltschi (90. Zürcher).

Yverdon: Brechet; Tamburini, Riat, Annaheim; Duclos, A. Fallet, Krasniqi, Schneuwly (81. Nkamo Mandou), Pajovic; Antunes Dias (81. Maxhuni), L. Fallet (69. Staffoni).

Bemerkungen: Aarau ohne Roth, Villiger (beide rekonvaleszent), Do Sul, Trutmann (beide verletzt), Hediger, Hochuli und Notter (alle nicht im Aufgebot).

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