Für das Halbfinalduell gegen Diepoldsau hatten sich die Oberentfelderinnen viel vorgenommen: Sie wollten ihren Sieg aus dem Vorjahr wiederholen und erneut den Final erreichen. Und das obwohl die Gegnerinnen aus der Ostschweiz aufgrund der Leistungen in der Qualifikation zu favorisieren waren. Die ersten beiden Sätze waren hart umkämpft. Diepoldsau erwischte im ersten Durchgang das bessere Ende für sich (12:10), die Oberentfelderinnen im zweiten (11:9).  «Leider verpassten wir es, den ersten Satz trotz anfänglichem Vorsprung zu gewinnen. Wenn wir mit 2:0 Sätzen hätten vorlegen können, wäre das natürlich ideal gewesen», so Sabrina Siegenthaler, Captain des STV Oberentfelden-Amsteg.

Mit zunehmender Dauer der Partie waren es dann die Spielerinnen aus Diepoldsau, welche die Partie auf ihre Seite ziehen konnten. «Wir begingen leider zu viele einfache Fehler und konnten am Service nicht genügend Druck erzeugen», analysierte Siegenthaler die Gründe für die 1:3-Niederlage im Halbfinal gegen die späteren Schweizer Meisterinnen des SVD Diepoldsau-Schmitter.

Fehlstart gegen Kreuzlingen

Für die Equipe des STV Oberentfelden-Amsteg ging es nur wenige Minuten nach dem Halbfinal-Aus bereits weiter mit dem Bronzespiel gegen die Aufsteigerinnen aus Kreuzlingen. Und obwohl sich die Oberentfelderinnen vorgenommen hatten, wie beim 3:0-Qualifikationssieg gegen denselben Gegner gut in die Partie zu starten, passte am Anfang überhaupt nichts zusammen. 3:11 und 3:11 verlor die Mannschaft von Trainer Mario Cuviello die ersten beiden Sätze.

«Irgendwie haben wir wohl noch an der Niederlage gegen Diepoldsau herumstudiert und waren überhaupt nicht bereit. Sie spielten stark und bei uns hat überhaupt nichts funktioniert», so Sabrina Siegenthaler.

Routine machte den Unterschied

Erst im dritten Satz, als Oberentfelden-Amsteg mit dem Rücken zur Wand stand, fanden sie zu ihrem Spiel. Sie konnten den 0:2-Satzrückstand wettmachen und auf 2:2 ausgleichen. Doch den Start in den Entscheidungsdurchgang verpassten sie. 0:4 lagen sie zurück. Die Oberentfelderinnen kämpften sich aber nochmals zurück und so blieb der fünfte Durchgang lange Zeit hart umkämpft.

Erst beim Stand von 8:9 konnten die Oberentfelderinnen die Partie dank drei Punkten in Serie doch noch zu ihren Gunsten entscheiden. «Der fünfte Satz war ein hin und her. Ich glaube die Routine und die Erfahrung war ein Vorteil für uns», sagte Siegenthaler nach der Partie. 

Mit der Bronzemedaille dürfen Sabrina Siegenthaler und ihre Teamkolleginnen zufrieden sein. «Anfang der Saison hätten wir das sofort unterschrieben», sagt Siegenthaler. «Jetzt sind wir natürlich trotzdem etwas enttäuscht, dass wir im Halbfinal gegen Diepoldsau nicht gewinnen konnten. Mit etwas Abstand werden wir uns aber sicher auch über Bronze freuen können.»
Weitere Informationen unter: www.faustballcenter.ch