NLA-Handball

Dank starkem Auftritt: Der HSC Suhr Aarau schlägt der Verletzungshexe ein Schnäppchen

Manuel Zehnder (l.) erzielte beim 38:25-Sieg gegen GC Amicitia Zürich gleich neun Treffer.

Manuel Zehnder (l.) erzielte beim 38:25-Sieg gegen GC Amicitia Zürich gleich neun Treffer.

Obwohl arg dezimiert gewinnt der HSC Suhr Aarau auswärts bei GC Amicitia Zürich gleich mit 13 Toren Differenz 38:25. Und das, obwohl mit Co-Captain Tim Aufdenblatten noch während der ersten Halbzeit ein weiterer Spieler ausgefallen war.

Sie ist die viel Beschworene und gleichzeitig die grosse Unbekannte. Landauf und landab hoffen Sportlerinnen und Sportler, Vereine und Fans, dass sie den eigenen Farben hold ist. Die Rede ist von der Verletzungshexe.

Obwohl viel zitiert, ist nur wenig über sie bekannt. Das zeigt sich auch darin, dass sich nicht einmal im allwissenden Online-Nachschlagewerk «Wikipedia» ein einziger Eintrag über sie findet.

HSC 1, Verletzungshexe 0

Die Verletzungshexe hält sich ganz offensichtlich gerne bedeckt. Seit gestern Nachmittag jedoch ist in Bezug auf sie aber etwas klar: Sie kann den HSC Suhr Aarau – zumindest vorläufig – nicht zur Strecke bringen.

Der Aargauer NLA-Klub führt nach dem 38:25-Sieg im Gastspiel in der Zürcher Saalsporthalle bei GC Amicitia im direkten Duell gegen die Verletzungshexe mit 1:0.

Aufdenblatten verliert Zahn

Erstmals in der laufenden Saison musste der HSC am Sonntag nicht nur gegen den eigentlichen Gegner, sondern auch gleich noch gegen die Verletzungshexe antreten. Zuvor war der Aargauer NLA-Klub mit Ausnahme von Beau Kägi (Kreuzbandriss) von gröberen Verletzungen verschont geblieben. Umso erbarmungsloser hatte die Verletzungshexe in den vergangenen Wochen zugeschlagen: Martin Slaninka (Meniskusriss), Lukas Laube (Bänderriss im Sprunggelenk) und Mathias Müller (Bänderriss im Fuss) fehlten beim Gastspiel in Zürich vor 750 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Manuel Zehnder, bei dem das Pfeiffersche Drüsenfieber in den vergangenen Wochen abgeklungen ist, und Tim Aufdenblatten (muskuläre Probleme im Bereich des Knies) gingen angeschlagen in die Partie.

Letzterer musste die Platte noch vor Ablauf der 20. Minute verlassen. Nachdem der HSC sehr stark gestartet war und sich schnell einen Vorsprung von neun Toren herausgespielt hatte, sah sich die Verletzungshexe einmal mehr zum Handeln gezwungen: Co-Captain Aufdenblatten verlor bei einem heftigen Zusammenprall mit einem Gegenspieler einen Zahn und wurde bereits in der Pause zum Zahnarzt gebracht.

Zehnder und Co. sprangen in die Bresche

Aber auch von diesem Gegenschlag liess sich der dezimierte HSC nicht aus der Bahn werfen. Ganz im Gegenteil. Das Team rückte, wie im Vorfeld der Partie von mehreren Exponenten angekündigt, noch näher zusammen und andere sprangen in die Bresche: Beispielsweise der 19-jährige Zehnder, der sich bis zur Schlusssirene neun Treffer notieren liess und damit hinter Milan Skvaril (10 Treffer) zweitbester Werfer seiner Mannschaft war.

Erstaunlich für einen Spieler, der bis vor kurzer Zeit durch ein hartnäckiges Virus arg geschwächt gewesen war. «Ich bin froh, dass ich das Vertrauen, zurückzahlen konnte», sagt Zehnder. «Wir haben gezeigt, dass wir unsere Leistung trotz der Ausfälle bringen können.»

Es wartet der HC Kriens-Luzern

Mit dem Sieg hat sich der HSC den sechsten Platz in der Tabelle vom punktgleichen Kriens-Luzern, zurückerobert. Das nächste Spiel und Runde zwei gegen die Verletzungshexe steht am kommenden Sonntag (17.00 Uhr) ausgerechnet bei Kriens-Luzern an.

Den ausführlichen Matchbericht lesen Sie hier.

Sie haben die Partie verpasst? Verfolgen Sie sie in der Aufzeichnung nach:

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1