Titel-Premiere

Dank Revanche: Aargauer Tennistalent Jannis Simmen ist Schweizer Meister

Jannis Simmen.

Jannis Simmen.

Der Lenzburger Janis Simmen feiert in der U14-Kategorie einen Schweizer-Meister-Titel. Medaillen holen sich drei weitere Aargauer.

Im Januar setzte es für Janis Simmen (N4, 136) im Final der Junioren Schweizer Meisterschaften eine bittere Niederlage ab. Trotz klarer Führung musste er sich damals Sam Pidoux (R1) geschlagen geben. Am Wochenende nun kam es zur Revanche. Die beiden stärksten Spieler der Schweiz in der Kategorie U14 standen sich erneut im Final der Schweizer Meisterschaften gegenüber. Diesmal allerdings auf Sand statt in der Halle.

Die Geschichte schien sich zu wiederholen. Simmen legte im ersten Satz erneut vor, ehe er vier Games in Folge und damit den ersten Durchgang mit 4:6 verlor. Diesmal aber konnte der junge Lenzburger reagieren. «Ich spielte nun aggressiver und war auch stärker beim Service und beim Return», sagt Simmen, der sich den zweiten Satz mit 6:2 sichern konnte.

Auch im dritten Durchgang legte er schnell vor und erspielte sich bei 5:2 seinen ersten Matchball. «Da war ich schon etwas nervös. Mein Gegner griff an, ich schlug einen Vorhand-Passierball entlang der Linie. Der Schiedsrichter gab den Ball zuerst out, korrigierte sich dann aber und so gewann ich das Match», beschreibt Simmen den letzten Ballwechsel des Turniers. Die Freude über seinen ersten Meistertitel bei den Junioren ist gross. Vor allem weil er zu Beginn nicht richtig ins Turnier gefunden hatte. «Meine ersten Matches waren nicht gut. Ich war zu passiv, nervös und fand mein Timing nicht. Zum Glück konnte ich im Final meine klar beste Leistung abrufen.»

Drei weitere Medaillen gingen in den Aargau

Janis Simmen war nicht der einzige Aargauer, der in Bern im Final stand. Auch die Seengerin Sophie Lüscher (N3, 30) schaffte dieses Kunststück in der U18-Kategorie, und zwar schon zum dritten Mal in Folge. Bei ihrer allerletzten Teilnahme an den nationalen Nachwuchstitelkämpfen zeigte die 17-Jährige vor allem im Halbfinal gegen die topgesetzte Sebastianna Scilipoti (N2, 16), gegen die sie zuletzt zwei Mal unterlegen war, eine bärenstarke Leistung. Im Endspiel unterlag Lüscher wie schon im U18-Final im Januar Alina Granwehr. Dieses Mal mit 2:6, 2:6. «Leider konnte ich im Final nicht so spielen, wie ich mir das vorgenommen hatte. Ich habe alles versucht, aber es hat nicht geklappt. Trotzdem bin ich zufrieden mit meiner letzten Junioren-SM», bilanziert Lüscher.

Die mehrfachen Junioren Schweizer Meister Jérôme Kym (N2, 26, U18) und Chelsea Fontenel (N3, 33, U16) mussten sich für einmal mit Bronze zufriedengeben.

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